Diese etwa sechsstündige Rundwanderung auf den Seekopf und die Hirschwand ist im Hinblick auf Kondition, Technik und Orientierung eine der herausforderndsten Wanderungen in der Wachau.

WICHTIGER HINWEIS: Die Warte auf dem Seekopf wurde vor kurzem demontiert und derzeit (Stand Mai 2020) wird eine neue Warte errichtet.

Dein Auto kannst Du auf dem Wanderparkplatz im Ortsteil Oberkienstock parken.

Der nach dem Alpinisten Julius Meurer benannte “Meurersteig” geht gleich ziemlich steil den Berg hinauf und ist ziemlich eng. 

Dafür hast Du dann bald einmal, wenn auch nur kurz, einen tollen Ausblick auf den Weißenkirchner Ortsteil Wösendorf.

Dann folgst Du immer der rot-weiß-roten oder der weiß-rot-weißen Markieren – auch wenn diese öfter zu Wegen führen, die nicht auf den ersten Blick als “Hauptweg” erscheinen.

Nach einiger Zeit entdeckst Du Steinmännchen neben dem Weg. Einige davon sind mit Schals oder Tüchern geschmückt.

Erst nach etwas mehr als einer Stunde hast Du kurz einmal wieder einen Blick ins Tal. Die Wege führen durchgängig steil bergauf und sind nicht immer sofort erkennbar. Das macht die Wanderung durchaus anstrengend und anspruchsvoll. Die Markierungen sind aber immer gut erkennbar.

Etwa anderthalb Stunden nach dem Start hast Du dann den auf 671 Meter Seehöhe gelegenen Gipfel des Seekopf erreicht.

Auf dem Gipfel wurde 1882 erstmals ein Aussichtsturm errichtet, der jedoch von einem Sturm zerstört wurde. 1991-93 wurde vom “Jankerlclub” ein neuer, 11,2 Meter hoher Aussichtsturm errichtet.

Man merkt, dass langsam der Zahn der Zeit am Holz des Turms nagt und auch die stählernen Leitern sind schon ganz schön abgewetzt. Deshalb ist wie die Niederösterreichischen Nachrichten berichten, ein Neubau angedacht.

Wenn Du den Aufstieg wagst (was Du meiner Meinung nach nicht solltest, wenn die Leiter regennass oder gar vereist ist), hast Du einen wunderbaren Ausblick, auf Krems/Donau im Osten, im Südosten bis zum Schneeberg, im Westen zum Jauerling und weit darüber hinaus und nach Norden auf Wösendorf.

Dann kannst Du weiter in Richtung „Fähre St. Lorenz-Weißenkirchen“ gehen, somit dem Welterbesteig folgen.

Der Weg ist hier weiß-grün-weiß bzw. durch das Logo des Welterbesteigs markiert.

 

Nach etwa 10 Minuten erreichst Du die „Kreuzung Hirschwand“. Hier kannst Du einen Abstecher zur Hirschwand machen.

Nach etwa zehn Minuten hast Du dann den Einstieg des “Hirschwandsteigs” erreicht. Hier beginnt ein kleiner Klettersteig zum Gipfel, an dem Stahlseile und Griffe Halt geben.

Ein Klettersteigset ist lt. diversen Wanderführern nicht notwendig und ich habe es auch ohne Klettersteigset gewagt, allerdings würde ich es Dir schon empfehlen.

Auf dem Gipfel findest Du eine Stahlkassette mit dem Gipfelbuch.

Die Aussicht – hier in Richtung Krems – ist natürlich wunderbar!

Auf der anderen Seite führt der “HW-Steig” hoch, der noch schwieriger sein soll.

Der Abstieg ist dann fast noch herausfordernder als der Aufstieg.

Nach erfolgreichem Abstieg geht es dann zurück zur Kreuzung Hirschwand und Du kannst wieder dem Welterbesteig folgen. Die Markierung ist ab dann übrigens weiß-gelb-weiß.

Du durchquerst dann das Naturschutzgebiet „Steinige Rieß“ mit ihren beeindruckenden Felsformationen.

Bitte folge unbedingt den Markierungen, die Wege sind nicht immer erkennbar! Ich empfehle Dir auch, eine Wander-App auf das Smartphone zu laden und zur Sicherheit eine Powerbank mitzunehmen. Ich persönlich verwende und empfehle die Bergfex-App!

Zum Teil schlängeln sich die Wege eng am Fels vorbei.

Nur selten kannst Du zwischen den Bäumen einen Blick ins Tal erhaschen.

Nach rund einer Stunde wird der Weg dann breiter und mündet schließlich in einen Forstweg.

Nach einiger Zeit kommst Du zur „Kreuzung St. Lorenz“. Hier folgst Du dann nicht mehr der Forststraße, sondern nimmst den schmäleren Weg in Richtung Friedenskreuz.

Das Friedenskreuz ist von einem Mahnmal verdeckt. Dieses wurde vom österreichischen Künstler Martin Krenn gestaltet und basiert auf einer Montage des in Deutschland geborenen Künstlers John Heartfield (eigentlich Helmut Herzfeld), der vor den Nationalsozialisten fliehen musste.

Auf dem Rastplatz befinden sich des weiteren noch fünf Installationen, die Schüler*innen der HLM / HLW Krems zusammen mit ihrem Professor MMag. Gregor Kremser (der heute Leiter des Kulturamtes der Stadt Krems ist) gestaltet haben.

Vom Rastplatz vor dem Friedenskreuz hat man auch einen wunderbaren Blick auf Weißenkirchen.

Noch ein paar Minuten und dann bist Du endlich an der B33 bei der Filialkirche St. Lorenz. Die wohl über 800 Jahre alte Kirche ist eine der ältesten in der Wachau.

Leider kann man nur einen Blick durch das Gitter werfen.

Da die Bundesstraße hier sehr eng ist, empfehle ich Dir, den Radweg zu suchen, um auf diesem wieder zum Parkplatz zurück zu gehen. Bitte aber auch hier stets vor- und umsichtig gehen!

Quick Facts:

Weglänge: nicht gemessen
Dauer: ca. 05:00
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 470 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 550 m
Kinderwagentauglich: nein
Für Nordic Walking geeignet: nein
GPS-Daten: von bergfex.at abrufbar

Siehe auch Bericht auf schmatz.blog!