Unter dem Namen „Marillenmeile“ gibt es in Rossatz-Arnsdorf, Österreichs größter Marillenanbau-Gemeinde, insgesamt sieben Wanderwege, die durch Marillengärten und bei Marillenanbaubetrieben vorbeiführen.

Die Wanderwege lassen sich in West (St. Johann im Mauertale sowie die „4 Arnsdörfer“ Oberarnsdorf, Hofarnsdorf, Mitterarnsdorf und Bacharnsdorf) sowie Ost (Rührsdorf, Rossatz und Rossatzbach) unterteilen.

Startpunkt ist so wie bei der Route 1 West (siehe Bericht hier) das „Salettl“ an der B33 in Oberarnsdorf.

Du gehst dann ein paar Meter entlang der B33 donauabwärts, biegst dann bei der ersten Straße links ein und gehst in Richtung Donau hinunter.

An der Donau angekommen, biegst Du links ab.

Dann gehst Du einfach auf dem Donauradweg flussaufwärts. Im Bezug auf Orientierung ist diese Wanderung wahrlich keine Herausforderung.

An einem Haus sind historische Hochwasserstände angezeichnet.

Um so etwas zukünftig zu vermeiden, gibt es seit einigen Jahren einen mobilen Hochwasserschutz. Die Betonfundamente für diesen siehst Du nun entlang des Radwegs.

Die Marillen (Aprikosen) stehen Anfang Juli knapp vor der Reife. Allerdings dürfte dieses Jahr (2020) die Ernte sehr schwach ausfallen, wobei die Situation hier in Oberarnsdorf etwas besser aussieht.

Dort, wo der Trantalbach herabführt, findest Du einen Rastplatz und die einzige Informationstafel zur Marillenmeile, die ich entlang dieser Route gesehen habe.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Donau siehst Du Schwallenbach. Dieser Ort mit nur rund 100 Einwohner*innen gehört zur Gemeinde Spitz. Der Ort wurde zwar bereits 830 erstmals urkundlich erwähnt, ist aber auch heute noch ziemlich „urtümlich“.

Nachdem Du dann ca. 1,9 Kilometer der Donau entlang gegangen bist wirst Du linkerhand schon die Spitze des Kirchtums von St. Johann im Mauerthale sehen.

Knapp vor dem Mauertalbach zweigt links ein Weg durch die Marillengärten ab und Du gehst diesen entlang des Bachs bergauf.

Wenn Du mit Kinderwagen oder Rollstuhl unterwegs bist musst Du noch ca. 200 Meter weiter gehen, dann wirst Du auf die B33 stoßen und auf dieser das Stückchen zurück zur Kirche fahren bzw. schieben.

Du gehst auf der kleinen Holzbrücke über den Mauertalbach und dann am Johannesbrunnen vorbei zur Kirche, deren Ursprünge in die Zeit um 800 n. Chr. zurückgehen. Der heutige Baubestand stammt aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts.

Weitere Informationen über Besichtigungsmöglichkeiten findest Du auf der Website von „kirchen im fluss“.

Auf jeden Fall solltest Du Dir auch die zur Donau gewandte Seite der Kirche ansehen, an der Du mittelalterliche Wandmalereien finden wirst. Mehr zur Geschichte findest Du auch im Austria-Forum.

Da der einzige alternative Rückweg direkt an der B33 führt, empfehle ich, wieder auf dem Donauradweg zurück zu gehen.

Wandertechnisch ist diese Route absolut keine Herausforderung und mit einem kleinen Umweg sogar kinderwagen- und rollstuhltauglich. Der schöne Weg zwischen Donau auf der einen und Wein- und Obstgärten auf der anderen Seite macht die Route aber trotzdem zu einer sehr schönen Wanderung!

Quick Facts:

Weglänge: ca. 4,5 km (Hin- und Rückweg zusammen)
Dauer: ca. 01:15 (Hin- und Rückweg zusammen)
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 20 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 30 m
Kinderwagentauglich: ja
Für Nordic Walking geeignet: ja
GPS-Daten: Download – bergfex
Offizielle Beschreibung: www.marillenmeile.at
Öffentliche Verkehrsmittel: Bushaltestelle Oberarnsdorf – Weinstadl; Fahrplanauskunft auf SCOTTY.

Diese Wanderung habe ich auch auf bergfex veröffentlicht!