Der Tote Berg (454 m über der Adria) bei Rossatz gehört zu den weniger bekannten Bergen in der Wachau, aber trotzdem die etwa zweistündige Wanderung wert.

Dein Auto parkst Du am besten in Rossatzbach. Dann gehst Du zum Ortsende Richtung Mautern. Kurz nach dem Ortsende führt ein schmaler, steiler Fußweg bergauf. Nach ein paar Metern vereinigt sich dieser mit einem etwas breiteren Holzweg. Auf diesem gehst Du dann weiter. Bereits nach wenigen Metern hast Du dann einen schönen Blick auf Dürnstein.

Geh jetzt etwa 15 Minuten auf dem Holzweg weiter.

Dann vereinigt sich der Weg mit einem von rechts unten kommenden Weg, der die Fortsetzung des Rossatzer Panoramawegs darstellen würde. Hier kannst Du entweder den breiten Weg weitergehen oder alternativ eine relativ steile und schmale Abkürzung durch den Wald gehen, die mit dem Welterbesteig-Logo markiert ist.

Die Abkürzung durch den Wald ist um einiges steiler, aber irgendwie ist es ja auch schön auf belaubtem Waldboden zu gehen, oder? Nach etwa 10 Minuten wirst Du dann wieder auf den breiteren Holzweg treffen und diesem musst Du dann links, also in Richtung Osten, weitergehen.

Wieder etwa zehn Minuten später zweigt rechts der Weg zum 506 m hohen Pemexel ab. Du gehst aber geradeaus weiter zum Toten Berg. Bitte wundere Dich nicht, denn dieser Weg ist schmäler nicht geschottert und die nächsten paar hundert Meter auch ohne nennenswerte Steigung.

Zwischen den Bäumen hindurch kannst Du ein paar Blicke auf die Donau erhaschen.

An manchen Stellen wirst Du vielleicht auch auf Dürnstein blicken können. Allerdings ist der Blick durch die Bäume so eingeschränkt, dass man an keiner Stelle Stift und Ruine gleichzeitig sehen kann.

Kurz nach diesen Ausblicken wird der Weg auch schon wieder steiler. Nach einer Spitzkehre musst Du gut aufpassen, denn an der höchsten Stelle des Weges musst Du – bevor es wieder bergab geht, scharf links abbiegen und durch den Wald gehen!

Eine Tafel zeigt Dir, dass es sich hier um ein Naturschutzgebiet handelt. Hier musst Du quer durch den Wald in Richtung Nordosten gehen.

Einen richtigen Weg gibt es hier nicht, aber nach etwa drei Minuten wirst Du schon den Gipfel erkennen können.

Noch einmal drei Minuten Gehzeit und Du stehst vor dem Gipfelkreuz, das aus zwei Birkenstöcken besteht und auf einem Fundament aus Trockensteinen steht. Wer genau hinsieht erkennt die Jakobsmuscheln, die Pilger auf dem vorbeiführenden Jakobsweg hinterlassen haben.

Den einzigen “Ausblick” den es hier gibt ist leider Richtung Wald. Der Blick auf die Donau bzw. in Richtung Dürnstein wird leider durch die vielen (geschützten) Bäume verhindert.

Wenn Du auf dem Rückweg nicht die steile Abkürzung durch den Wald nimmst, sondern dem Holzweg entlang gehst, wirst Du diese Kapelle sehen.

Dort, wo die Abkürzung auf den Holzweg trifft, kannst Du auch den linken, leicht bergab führenden Weg, der mit “Rossatzer Panoramaweg” beschildert ist, folgen. Nach nicht einmal einer Minute wirst Du dann auf die “Helenen-Hütte” stoßen.

Ein bisschen später gehst Du dann durch die letzten Reste des verfallenen Biritors, das einst als Talsperre diente.

Wieder ein Stückchen weiter bekommst Du dann das, was Du Dir wahrscheinlich während der letzten anderthalb Stunden immer erwartet hast, nämlich einen tollen Blick auf Dürnstein.

Dann heißt es aber auch gleich aufpassen, denn kurz danach musst Du einem schmalen Weg, der rechterhand durch die Weingärten führt und teilweise sehr steil ist, folgen.

Nach wenigen Minuten hast Du diese ironischerweise technisch wohl anstrengendste Passage der Wanderung auch schon wieder geschafft und bist auf einer befestigten Straße, der Du jetzt einfach folgst.

Beim Heurigen Rehrl-Fischer kommst Du dann wieder auf die B33.

Fazit: Trotz weniger Aussichtspunkte ist diese Wanderung eine technisch relativ leichte Wanderung, bei der Du aber innerhalb weniger Zeit ordentlich Höhenmeter machst. 

Auf der von mir gewählten Route sind zwar alle möglichen Beschilderungen für andere Wanderwege zu finden, allerdings wäre mir der “Tote Berg” auf keinem einzigen Schild aufgefallen. Wenn man sich die Karte jedoch genau ansieht und den Weg einprägt oder noch besser eine Wander-App, wie die von mir sehr geschätzte Bergfex-App auf dem Smartphone hat, ist es jedoch kein Problem, den Weg zu finden! Auch auf OpenStreetMap sind die Wege gut eingezeichnet, auf Google Maps derzeit (April 2020) jedoch nicht!

Quick Facts:

Weglänge: 7,0 km
Dauer: ca. 02:15
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 250 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 250 m
Kinderwagentauglich: nein
Für Nordic Walking geeignet: bedingt
GPS-Daten: Download

Siehe auch Bericht auf schmatz.blog!