Diese etwa zweistündige, von Bacharnsdorf (Gemeinde Rossatz-Arnsdorf) ausgehende, Wanderung bietet nicht nur anspruchsvolle Waldwege, sondern auch interessante geschichtliche und geologische Einblicke.

Diese Wanderung kannst Du beim Arnsdorfer Sportplatz an der B33 starten. Dort ist auch die erste von vielen Schautafeln zu finden, die entlang des Weges über die Geschichte der Marille (Aprikose) in der Wachau informieren. Achtung! Dieser Artikel beschreibt NICHT die Marillenmeile, allerdings verlaufen Teil der Wanderung entlang von Teilen der Marillenmeile!

Zuerst geht die Wanderung einmal in Richtung Donau, also ungefähr in nördliche Richtung, was Dich vielleicht etwas wundern wird, schließlich liegt das Ziel eher südlich.

Nach wenigen Metern bist Du dann bereits bei der Donau und merkst, dass sich dieser Umweg wirklich lohnt, denn von hier aus hast Du einen sehr schönen Blick auf den Ort und die bekannte Wehrkirche St. Michael in der Wachau.

Danach geht es einige Meter entlang der Donau flussabwärts, danach wieder in den Ort hinein.

Hier triffst Du dann auf den im 4. Jahrhundert nach Christus errichteten römischen Burgus, der einst Teil des Donaulimes war.

Beim Dürrenbach querst Du dann die B33. Von jetzt an geht es bergauf Richtung Wald und Weingärten.

Von jetzt an ist die Orientierung mehr als einfach. Du folgst einfach dem Dürrenbach durch das Kupfertal. 

Zusätzlich kannst Du Dich vorläufig an den Markierungen des Welterbesteigs Wachau (das gesprühte weiße Logo mit dem “W” und der Welle) orientieren.

m Wald angekommen siehst Du auch schon bald gewaltige Granitformationen – ein untrügliches Zeichen, dass auch der Dunkelsteinerwald im Süden der Wachau geologisch der sonst von der Donau begrenzten Böhmischen Masse und somit dem Waldviertel zuzuordnen ist.

Der Wanderweg verläuft auf einst römischen Wegen, was Du teilweise auch an den Fahrrinnen oder den Steinplatten im Boden erkennen kannst.

Nach rund einer Stunde Wanderung erreichst Du dann eine Weggabelung. Hier führt ein Wanderweg wieder zurück ins Tal, Richtung Mitteranrsdorf. Du kannst aber auch noch rund 700 Meter weiter dem Bach entlang bis zu einem Marienbild gehen.

Beim Marienbild – nicht unbedingt ein Höhepunkt der Kunstgeschichte – gibt es auch eine Rastbank, auf der Du erst einmal Kraft für den Rückweg sammeln kannst.

Auf dem Rückweg biegst Du dann bei der vorhin erwähnten Weggabelung links in Richtung Mitterarnsdorf ab.

Etwa fünf Minuten nach der Weggabelung erreichst Du das Türkentor. Dieses war Teil einer im 16. Jahrhundert errichteten Sperranlage. 

Wieder etwa fünf Minuten später gelangst Du zu einer Forststraße, die anfangs geschottert, weiter unten dann asphaltiert ist.

Bald bist Du dann auch schon aus dem Wald heraußen und inmitten von Weingärten. Dann hast Du auch wieder einen schönen Blick auf St. Michael.

Über eine schmale, asphaltierte und von Birnbäumen gesäumte Straße, die für den Autoverkehr gesperrt ist, gelangst Du nach ein paar hundert Metern direkt zum Sportplatz in Bacharnsdorf.

Alternativ kannst man aber auch weiter der Hauptstraße folgen und eine etwas größere Runde über Mitterarnsdorf drehen.

Fazit: Eine landschaftlich schöne und historisch interessante Wanderung, die aber durchaus auch anspruchsvoll ist. 

Unterwegs sind leider auch einige relativ lockere Steine und nach Regen können die von den Römern gepflasterten Steine durchaus rutschig sein. Feste Schuhe mit rutschfester Sohle sind also Pflicht!

Quick Facts:

Weglänge: ca. 5 km (geschätzt)
Dauer: ca. 02:00
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 200 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 200 m
Kinderwagentauglich: nein
Für Nordic Walking geeignet: nein
GPS-Daten: nicht vorhanden

Siehe auch Bericht auf schmatz.blog!