Bei diesem etwa 45-minütigem Stadtspaziergang kann man über Smartphone die Kriminalgeschichte aus dem Jahr 1824 erfahren.
Der Stadtspaziergang führt Dich zu insgesamt 8 Stationen an 7 Gebäuden. Bei jeder Station befindet sich eine Tafel mit einem QR-Code. Scannst Du diesen mit dem Smartphone, wirst Du zu einer Seite geführt, von der aus Du das jeweils ca. ein- bis zweiminütige Audiofile abspielen kannst. Zusätzlich erfährst Du auf den zweisprachigen Tafeln interessante Fakten zum Gebäude.

Ein Tipp vorweg: Da die Straßen tagsüber stark befahren sind empfehle ich Dir, Kopfhörer zu verwenden.

Die Kriminalgeschichte über den Syndikus (Steuereintreiber) Johann Hoffer, der 1824 einem Komplott zum Opfer fiel, beginnt beim Rathaus in der Rathausstraße 2. Die Ursprünge des Hauses gehen bis ins 14. Jahrhundert zurück, seit 1522 ist es Rathaus und im frühen 18. Jahrhundert wurde es barockisiert.
Danach gehst Du die Rathausstraße ein Stück in Richtung Norden.
Auf der anderen Straßenseite findest Du am ehemaligen Syndikushaus in der Rathausstraße 9, in dem heute das Heimatmuseum untergebracht ist, die Stationen 2 und 3.
Danach überquerst Du den Kornplatz und biegst in die rechts hinten wegführende Bahnstraße ein.
Auf dem ehemaligen „Gasthof zur goldenen Kugel“ (Bahnstraße 1) findest Du nicht nur im Jahr 1962 wiederentdeckte Sgraffitomalereien aus der Zeit um 1560, sondern auch die 4. Station.
Danach querst Du die Straße und schaust zur spätgotischen Elisabethkirche, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts als Bürgerspitalskirche diente und in den 1950er-Jahren zur kommunalen Aufbahrungshalle umfunktioniert wurde. Neben der Eingangstüre findest Du die 5. Station.
Weiter geht es dann in der Bahnstraße in Richtung Osten bis zum Haus Nr. 6, dem in der Renaissance errichteten Harrerhof. Dort findest Du Station Nr. 7.

Wenn Du Heimatfilme liebst kennst Du den Hof vielleicht aus dem Film Die Winzerin von Langenlois mit Paul Hörbiger und Susi Nicoletti, der 1957 unter anderem in diesem Gebäude gedreht wurde.

Jetzt geht es dann wieder zurück zum Kornplatz.
Du überquerst diesen und den Loisbach.
Danach biegst Du gleich links in die dem Loisbach entlang führende Michael-Zwickl-Zeile ein.
Nach der ersten Kreuzung, die Du überquerst,…
findest Du linkerhand den Josefspark, der nach Kaiser Joseph II. benannt wurde. Im derzeit (August 2020) leider wegen Bauarbeiten gesperrten Park befindet sich auch eine Statue Josephs II. Auf einer Stele findest Du die 7. und vorletzte Station.
Nachdem Dir die Audiodatei dieser Station angehört hast, gehst Du wieder zurück und biegst bei der Kreuzung links in die Auböckallee ein, die Dich an der Volksschule vorbeiführen wird.
Du überquerst dann die Wiener Straße und gehst am Friedhof entlang.
Bei der ersten Weggabelung hältst Du Dich rechts.
Bei der zweiten Weggabelung hältst Du Dich ebenso rechts und biegst in den Dimmelgraben ein.
Das Haus Nummer 23 ist der „Syndikuskeller“. Hier findest Du nicht nur die 8. und letzte Station des Stadtwegs, sondern dieser Keller war auch die letzte Station im Leben des Syndikus, der hier aus dem Hinterhalt erschossen wurde.

Der Syndikuskeller gehört heute zum Weingut Erwin Hirsch.

Jetzt gehst Du noch ein Stückchen bergauf und kommst dann zum Parkplatz P3. Hier biegst Du rechts ab.
Danach biegst Du wieder rechts ab und gehst dann der Kremser Straße entlang wieder in Richtung Stadtzentrum.
Schließlich überquerst Du den Kirchenplatz und bist wieder beim Rathaus.

Eine offizielle Altersempfehlung gibt es nicht. Es ist natürlich die Geschichte eines hinterhältigen Mordes, auf eine detaillierte Beschreibung der Leiche wird jedoch verzichtet. Kinder im Volksschulalter sollten meiner Meinung nach die Geschichte nur zusammen mit Erwachsenen anhören, was aber bei den meisten schon alleine wegen der verwendeten Technik der Fall sein wird.

Insgesamt ist der Weg aber auf jeden Fall eine innovative und interessante Möglichkeit, die Weinstadt Langenlois und einen Teil ihrer Geschichte näher kennen zu lernen.

Wenn Dir die Tour gefallen hat, empfehle ich Dir, auch noch den Stadtweg „Langenloiser Ohrwürmer“ (siehe Bericht hier) zu gehen.

Quick Facts:

Weglänge: ca. 1,8 km
Dauer: ca. 00:45
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 25 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 25 m
Kinderwagentauglich: ja
Für Nordic Walking geeignet: ja
GPS-Daten: DownloadBergfex
Offizielle Beschreibung: auf www.langenlois.at
Öffentliche Verkehrsmittel: Bahnhof Langenlois, Bushaltestellen Auböck-Allee, Walterstraße oder Gartenbauschule; Fahrplanauskunft auf SCOTTY