Wenn Du zum ersten Mal in die Wachau kommst oder hier einen längeren Urlaub verbringst, gehört eine Wanderung zur Ruine Dürnstein zu den Aktivitäten, die einfach dazugehören!

Wenn Du diese Wanderung in der Hauptsaison (in etwa von Ostern bis Oktober) machen möchtest, empfehle ich Dir, gleich um ca. 07:00 morgens loszugehen. Einerseits weil es dann noch nicht so warm ist und Du weniger schwitzen musst, andererseits weil um diese Uhrzeit fast nur Einheimische unterwegs sind.

Als Startpunkt kannst Du den kostenpflichtigen Parkplatz bei der Schiffstation nehmen. Es gibt noch andere Parkmöglichkeiten, kostenpflichtig sind sie aber alle.

Vom Parkplatz geht es erst einmal hoch zur Altstadt und durch das Stadttor.

Kurz nach dem Stadttor biegst Du dann rechts ab und gehst den gepflasterten Weg, den „Eselssteig“ hoch (nicht die Treppen!)

Ein Warnschild empfiehlt festes Schuhwerk. Du wirst Dir vielleicht denken, dass das Quatsch ist, weil ja doch vor allem älteres Publikum das romantische Städtchen besucht und außerdem liegt ja die Ruine nur auf etwas über 300 Meter Seehöhe.

Aber es ist alles andere als Quatsch. Schon nach wenigen Metern wirst Du merken, dass der Anstieg teilweise sehr steil ist und nicht alle Stufen schön gepflastert sind. 

Aber schon bald wirst Du mit einem schönen Blick auf die Stiftskirche mit dem berühmten blauen Turm belohnt.

Schon bald wirst Du den äußeren Burghof erreichen. Jetzt kannst Du damit beginnen, die Ruine zu erkunden. 

Jetzt ein wichtiger Hinweis: So eine Ruine ist für Kinder natürlich ein tolles Erlebnis. Allerdings gibt es auch viele steile Stellen, daher solltest Du auf Kinder immer gut achtgeben!

Die Burg wurde Mitte des 12. Jahrhunderts errichtet. Im 17. Jahrhundert begann dann der langsame Verfall. 1679 war sie schließlich nicht mehr bewohnbar und wurde verlassen.

Berühmt wurde die Burg durch den englischen König Richard I. “Löwenherz”, der auf dem Rückweg vom 3. Kreuzzug in Österreich gefangen genommen und in Dürnstein festgehalten wurde.

Der vergitterte Raum ist natürlich NICHT sein Gefängnis. Selbst wenn er in dieser Burg festgehalten wurde (selbst das ist nicht gesichert) wurde er wahrscheinlich nicht einfach in einen fensterlosen Raum eingesperrt, denn nur mit einem lebenden und gesunden „Gefangenen“ konnten die Österreicher den Engländern eine Menge Geld abpressen. 

Der Ausblick ist natürlich auch toll!

Für den Rückweg (natürlich auch für den Hinweg) kannst Du dann den „Wunderburggraben“ wählen. Dafür gehst Du durch das Tor im äußeren Burghof.

Wenn Du vom Wandern noch nicht genug hast, kannst Du natürlich auch einen der anderen Wanderwege, die von der Ruine weiterführen, nehmen.

Mit Hilfe von Schautafeln, Kunstinstallationen und sogar Audio-Erklärungen wird Dir entlang des Weges die Geschichte von Richard Löwenherz erklärt.

Theoretisch ist dieser Weg sogar barrierefrei, allerdings ist er relativ steil und Du musst schon kräftig sein, um hier einen Kinderwagen oder sogar einen Rollstuhl hochzuschieben.

Auch einige durchaus ungewöhnlich gestaltete Rast- und Aussichtspunkte wirst Du entlang des Weges finden.

Schließlich kommst Du dann wieder am Stadttor vorbei zur Donau. Wenn Du rechtzeitig losgegangen bist vielleicht noch rechtzeitig bevor der Massenansturm beginnt.

Sportliche Bergläufer*innen werden diese Strecke vielleicht sogar in 30 Minuten schaffen. Wenn Du die Ruine intensive erkunden, Fotos machen möchtest und vielleicht auch noch die Schautafeln studieren möchtest, solltest Du doch bis zu 2 Stunden einplanen.

Quick Facts:

Weglänge: ca. 1,5 km
Dauer: ca. 01:45
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 90 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 90 m
Kinderwagentauglich: nein
Für Nordic Walking geeignet: nein
GPS-Daten: Download
Öffentliche Verkehrsmittel: Wachaubahn bis Bahnhof Dürnstein (nur Sommer), Bus Linie WL1 bis Dürnstein Ost. Fahrpläne können auch von donau.com heruntergeladen oder kostenlos bestellt werden!

Siehe auch Bericht auf schmatz.blog!

Diese Wanderung habe ich auch auf bergfex veröffentlicht!