Die mit fast drei Stunden Gehzeit und fast 11 km längste „tut gut“-Wanderung führt zur Grenze von fünf Katastralgemeinden, vier Gemeinden und zwei Bezirken.

Startpunkt ist der Parkplatz bei der Weinberggeiß in der Kellergasse der Katastralgemeinde Etsdorf am Kamp.

Dort befindet sich auch eine Informationstafel sowie kostenlose Wanderkarten.

Die Routen 3 und 4 starten von hier in Richtung NNW. Achtung! Die Routen 1 und 2 haben einen anderen Startpunkt!

Nach etwa einer Viertelstunde ist das erste Zwischenziel erreicht: Die Hubertuskapelle. Hier zweigt dann die Route 3 rechts ab, die Route 4, die ich in diesem Beitrag beschreibe, führt geradeaus weiter.

Kurz nachdem Du bei einigen Weinkellern vorbeigegangen bist…

triffst Du auf eine Kreuzung mit Bildstock. Hier gehst Du nun ganz links weiter, in Richtung Wolfsgruben.

Bitte nicht verwirren lassen, der Weg führt erst durch Felder, hat also mit einer Grube oder einem Graben noch nichts zu tun.

Erst später wird er zu einem Hohlweg.

Bald kommst Du wieder zu einer Abzweigung. Den Weg rechts wirst Du dann beim Rückweg gehen, jetzt gehst Du erst einmal geradeaus weiter. Hier geht es übrigens wieder leicht bergauf.

Nur wenig später geht es rechts zur “Oase”.

Die Oase ist ein “Horch- und Schauplatz” mit einer Meditationsbank sowie einem kleinen Aussichtsturm.

Nach diesem Abstecher geht es dann zurück zum Weg und nach etwa 10 Minuten ist dann das Ziel erreicht: der fünfeckige Stein.

Beim fünfeckigen Stein treffen fünf Katastralgemeinden, vier Gemeinden und zwei Bezirke) aufeinander:

  1. Feuersbrunn (Gemeinde Grafenwörth, Bezirk Tulln)
  2. Gösing (Gemeinde Fels am Wagram, Bezirk Tulln)
  3. Straß im Straßertale (Gemeinde Straß im Straßertale, Bezirk Krems)
  4. Etsdorf (Gemeinde Grafenegg, Bezirk Krems)
  5. Engabrunn (Gemeinde Grafenegg, Bezirk Krems)

Am 17. Februar 1676 wurden hier Lorenz Altmann und sein Sohn erschlagen aufgefunden und es entbrannte ein Streit darüber, welche der fünf Gemeinden nun zuständig sei. Daher wurde dann am 14. Mai 1678 dieser Stein errichtet.

Gleich daneben befindet sich das “Pichlerkreuz”, das früher auf dem Stein montiert war, und auf dem sich angeblich sogar einmal jemand erhängt haben soll.

Die Geschichte des fünfeckigen Steins ist auch auf Wikipedia zu finden.

Auf dem Rückweg musst Du dann bei der Abzweigung links abbiegen. Der Weg führt dann in lockeren Schwüngen dem Wald entlang an Feldern und Weingärten vorbei.

Beim Marterl trifft der Weg wieder auf den Hinweg, jedoch musst Du jetzt hier links abbiegen.

Nach etwa einer Viertelstunde triffst Du dann wieder auf eine Kreuzung. Links würde es zur Engabrunner Warte gehen. Die Warte ist auch Teil der Route 3, die hier beschrieben ist. Die Route 4 führt hier geradeaus weiter.

Du passierst jetzt den „Weg des guten Gesprächs“ und die Skulpturenriede.

In Engabrunn biegst Du rechts ab.

Dann gehst Du an der gotischen Saalkirche vorbei.

Du passierst einen Bildstock mit einer Statue des Hl. Urban, dem Patron des Weinbaus…

Dann geht es links durch die Unterführung und danach gleich rechts auf dem „Natzelsteig“ weiter.

Keine Angst, das ist kein Klettersteig, sondern sogar ein ziemlich ebener Weg.

Du erreichst dann bald wieder das Ortsgebiet von Etsdorf.

Kurz nach der Ortstafel biegst Du dann rechts ab in die Kellergasse.

Die Kellergasse gehst Du dann in Richtung NNW hoch. 

Einmal noch durch die Unterführung durch und Du bist wieder beim Parkplatz.

Quick Facts:

Weglänge: ca. 10,8 km
Dauer: ca. 02:45
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 110 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 237 m
Kinderwagentauglich: ja
Für Nordic Walking geeignet: ja
GPS-Daten: auf wanderwege.noetutgut.at verfügbar.
Offizielle Beschreibung: wanderwege.noetutgut.at, dort Waldviertel > Grafenegg > Route 4

Siehe auch Bericht auf schmatz.blog!