Im 18. Jahrhundert erwarb Graf Johann Philipp Cobenzl Gründe auf dem Reisenberg, einem dem Latisberg vorgelagerten Berg bei Grinzing im heutigen Bezirk Döbling, dem 19. Wiener Gemeindebezirk. Graf Cobenzl ließ die Jesuitenhäuser zu einem Schloss umbauen und machte sein Gebiet der Öffentlichkeit zugänglich. Dieses wurde bald zu einem beliebten Ausflugsziel und vom Volksmund bald „Am Cobenzl“ genannt. Nach einigen Besitzerwechseln wurde das Gebiet dann an die Stadt Wien verkauft und wird heute von der Abteilung Forst- und Landwirtschaft (MA49) verwaltet.
Am Parkplatz Cobenzl gibt es nicht nur meistens ausreichend Parkplätze, sondern auch eine Haltestelle der Buslinien 38A und 48A.

Wie Du auf dem Foto gesehen hast, wurde das Schloss zum Zeitpunkt unserer Wanderung (Juli 2021) gerade renoviert und soll bald als „Weitsicht Cobenzl wieder eröffnen.

Der ganze von der Abteilung Forst- und Landwirtschaft der Stadt Wien (MA 49) betriebene Lehrpfad ist mit Holztafeln beschildert.
Vom Parkplatz aus gehst Du zur Höhenstraße hinunter und biegst rechts in diese ein.
Nach ein paar Metern überquerst Du die Straße…
und gehst auf dem parallel zur Straße verlaufenden Fußweg weiter.
Schon bald triffst Du auf die erste Informationstafel.
Linkerhand hast Du über den Weingarten einen schönen Blick auf die österreichische Bundeshauptstadt. Aber ich kann Dir schon jetzt verraten, dass Du bald noch eine bessere Aussicht genießen wirst.
Nach dem Weingarten teilt sich der Weg.
Du gehst auf dem links von der Baumzeile verlaufenden Weg weiter.
Kurz bevor der Weg auf die Himmelstraße stößt, biegst Du vor den Bäumen links ab und gehst neben diesen bergab.
Du triffst dann auf den geschotterten Paula-Wessely-Weg, den Du überquerst.
Du gehst dann den Bäumen entlang und biegst vorne links ab.
Du kannst dann geradeaus weitergehen, allerdings müsstest Du dann durch eine Hundefreilaufzone gehen, was vielleicht nicht jeder und jedem gefällt.
Wir sind entsprechend zwischen den Bäumen zur Himmelstraße vorgegangen und links in diese eingebogen.
Der Weg ist erst alleeartig.
Nachdem Du dann die Bellevuestraße überquert hast führt der Gehsteig dann direkt an der Straße entlang.
Schon bald hast Du dann auch die Schmetterlingswiese erreicht.
Rechterhand zweigt dann ein ausgemähter Weg ab, der im Zick-Zack durch die ansonsten naturbelassene Wiese führt.
Jetzt sind eine Kamera mit schnellem Fokus, gutem Objektiv und vor allem viel, viel Geduld gefragt, um die vielen schönen Falter ablichten zu können.
Du kommst dann wieder zum Grünstreifen neben dem Weingarten zurück. Übrigens tummeln sich auch in den Weingärten jede Menge Schmetterlinge.
Du gehst dann am besten den Weingärten entlang über die Kuppe.
Ungefähr 50 Meter hinter dem Rastplatz befindet sich die mit 388 m höchste Stelle der Bellevue-Höhe. Du gehst dann am besten noch weiter hinunter bis zur Bellevuestraße und genießt den schönen Blick (französisch „belle vue“) auf die Donaumetropole.
Wenn Du denselben Weg zurückgehst hast Du von der Bellevue-Höhe aus noch einen schönen Blick auf den Kahlenberg mit dem Sender Kahlenberg und der kleinen Josefskirche sowie dem Leopoldsberg mit der Kirche St. Leopold.

Quick Facts:

Weglänge: ca. 1,3 km (je Richtung)
Dauer: ca. 00:30 (je Richtung)
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 20 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 20 m
Kinderwagentauglich: nein
Für Nordic Walking geeignet: ja
GPS-Daten: Download
Öffentliche Verkehrsmittel: Bushaltestelle Cobenzl Parkplatz (Buslinien 38A und 48A); Fahrplanauskunft auf www.wienerlinien.at oder SCOTTY
Offizielle Informationen: Website der Stadt Wien