Auf dieser etwa einstündigen Wanderung lernst Du eine der weniger bekannten, aber dennoch sehr interessanten Ruinen der Wachau kennen. Die Wanderung beginnt in Gossam, einem zur Marktgemeinde Emmersdorf gehörenden Dorf mit etwas mehr als 250 Einwohner*innen. Da die Straßen in diesem Ort sehr eng sind und es nur wenige Parkmöglichkeiten gibt, habe ich die Brücke der L7156 als Ausgangspunkt meiner Beschreibung genommen.
Von dort aus gehst Du auf der dem Felbringbach entlangführenden Straße bergauf.
Nach der nächsten Brücke biegst Du rechts ab.
Du wirst dann noch drei weitere Male den Bach überqueren.
Schließlich kommst Du zu einem Platz und siehst rechterhand bereits die Überreste der Burg und den Kirchturm.
Rechterhand führt ein Weg zu dem kleinen Hügel, auf dem die Burg errichtet wurde. Die erste Burg wurde hier wohl bereits im 9. Jahrhundert errichtet.
Um 1100 wurde dann eine neue Burg mit der dem Hl. Pankratius geweihten Kirche errichtet. Die Burg wurde jedoch bereits etwa hundert Jahre später aufgegeben.
Interessanterweise setzte weitere hundert Jahre später eine intensive Wallfahrtstätigkeit zur Kirche ein. Während die Burg immer mehr verkam, wurde die Kirche zwischenzeitlich sogar erweitert.
In der Reformationszeit, also ab dem 16. Jahrhundert, begann dann allerdings auch der Niedergang der Wallfahrt und der Verfall der Kirche. Ab den 1960er-Jahren begann dann die intensive wissenschaftliche Untersuchung der Kirche und der darunter liegenden Burganlage, wobei auch Gebeine sogenannter „unfröhlicher Kinder“ gefunden wurden, also unehelicher Kinder, die kurz nach der Geburt ungetauft verstorben waren und somit nicht am Friedhof (so einen gab es allerdings bei dieser Kirche nie) begraben werden durften, aber dafür am Rande der Kirche, wohl in der Hoffnung, dass ihnen wenigstens dadurch die Gnade Gottes zuteil werden konnte.
Auch wenn die Burgruine Gossam zu den wissenschaftlich am umfangreichsten untersuchten Burganlagen ihrer Zeit zählt und auch wenn die Beschilderung des Weges zur Kirche gut ist, so blieb sie dennoch kaum bekannt und vom Massentourismus verschont – wohl weil die Anziehungskraft der großen Ruinen Aggstein, Hinterhaus und Dürnstein einfach zu groß ist.
Das Erkunden einer Ruineist natürlich besonders für Kinder ganz toll. Es gibt jedoch einige Stellen, an denen es steil bergab geht und entsprechend solltest Du auf Kinder immer gut aufpassen!

Eine umfangreiche Abhandlung zur Burgruine Gossam finden Sie übrigens auf www.burgenkunde.at!

Danach gehst Du noch ein Stückchen weiter bachaufwärts.

Kurz nach der sogenannten Käfermühle…

biegst Du links ab.

Über diesen Weg kommst Du dann in den Wald.

Bei der Wegkreuzung im Wald biegst Du links ab.

Dann gehst Du durch den Wald weiter.

Schließlich führt er dann wieder bergab. An dieser Stelle kannst Du zur Kirche von Gossam blicken.

Dann kommst Du wieder zur Brücke, die Du bereits vom Hinweg kennst, überquerst diese und biegst danach rechts ab.

Nach ein paar Minuten bist Du dann wieder bei der L7156.

Quick Facts:

Weglänge: ca. 3,1 km
Dauer: ca. 01:00
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 65 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 65 m
Kinderwagentauglich: ja
Für Nordic Walking geeignet: ja
GPS-Daten: Downloadbergfex
Öffentliche Verkehrsmittel: Bushaltestelle Gossam – Ortsmitte; Fahrplanauskunft auf SCOTTY

Diese Wanderung habe ich auch auf bergfex veröffentlicht!