↔ 5,0 km | ↑ 130 m | ↓ 130 m | ↕ 124 m | ●●●○○ | 01:30


Zuerst machen wir aber einmal eine Runde durch die Wälder, Felder und Weinberge im Norden des Ortes und dafür gehst Du jetzt einmal auf der L5010, die hier Oberndorfer Straße heißt, in Richtung Norden, also in Richtung Traismauer. Hier befand sich einst ein Gasthaus.

Linkerhand siehst Du unter Dir einen Sport- und Spielplatz.

Beim “Roten Türl” biegst Du rechts auf den Rotes-Türl-Weg ab. Das Rote Türl erzählt an ein besonders grausames Ereignis im Jahr 1348. In diesem Jahr kam es zu Ausschreitungen gegen Juden, denen die Einheimischen die Schuld an der Pest gaben. Mit dem Blut der Opfer wurde das Friedhofstor des Pestfriedhofs gestrichen.

Nach dem letzten Wohnhaus macht der Weg eine Linkskurve.

Du bleibst nun auf dem asphaltierten Weg,…

vorbei am Kraftwerk, das durch den hier durch unterirdische Stollen verlaufenden Mühlbach gespeist wird.

Bei der nächsten Kreuzung gehst Du geradeaus weiter.

Nach einigen Weingärten macht der Weg vor dem Waldrand eine Rechtskurve.

Der Rastplatz gehört genauso…

wie das Kunstwerk…

Danach folgt eine Linkskurve.

Nachdem Du einige Zeit lang geradeaus gegangen bist folgt vor einem freistehenden Baum eine Rechtskurve.

Vor dem Wald folgt eine leichte Linkskurve.

Etwas abseits des Weges siehst Du einen weiteren Rastplatz der WeinCoolTour.

Der Weg macht vor dem Wald eine Linkskurve. Du gehst hier geradeaus weiter.

Auch im Wald gehst Du immerzu geradeaus weiter, auch wenn der Weg vor einer Futterkrippe eine (nicht kartierte) Kurve macht.

Schließlich kommst Du zu einem quer verlaufenden Weg, in den Du links einbiegst.

Kurz darauf folgt eine Rechtskurve.

Der Weg endet dann an einem von links kommenden Weg, auf dem Du geradeaus weitergehst.

Vor dem Wald folgt eine Rechtskurve.

Linkerhand siehst Du das sogenannte Gollnerkreuz.

Schließlich kommst Du wieder aus dem Wald.

Nach einem Feld zweigt schräg rechts ein Weg ab.

Dieser Weg, wohl die einstige Quellenpromenade, ist am Waldrand stark verwachsen.

Nachdem Du Dich ein paar Meter durch das Gestrüpp gekämpft hast, wird es besser. Trotzdem erinnert hier noch nichts daran, dass hier einst Kurgäste promeniert sind.

Doch schon bald entdeckst Du ein paar Betonfassungen. Zeit, Dir etwas mehr über die Geschichte zu erzählen. 1894 analysierte Prof. Dr. Ernst Ludwig von der Universität Wien das Quellwasser auf dem Grund des Johann Dorninger. Die Analyse zeigte einen hohen Eisengehalt, laut zeitgenössischer Werbung “den ersten Heilquellen von Franzensbad und Karlsbrunn in seinem Eisengehalte gleichgestellt”. Zu Ehren des Chemikers wurde die Quelle “Ludwigsbrunn” genannt.

Es wurde versucht, “Capitalisten” zur Investition oder gar zur Finanzierung der ganzen “Curanlage” zu bewegen. 1896 wurde angesucht, die Quelle zur Heilquelle zu ernennen, 1898 wurde eine “Cur- und Bade-Genossenschaft” gegründet. Der Traismaurer Architekt Anton Schania plante ein Wasserschloss mit Aussichtspavillon, Kurpark und Trinkhallen.

Errichtet wurden ein Brunnenpark sowie ein Badehaus und 1898 ein eher schlichtes Kurhaus. Fortan nannte sich der Ort “Bad Oberndorf”.

Zwei Tümpel zählen heute neben den wenigen Mauerresten zu den letzten Zeugnissen der Kuranlagen. Die Genossenschaft schlitterte 1902 in die Insolvenz, danach übernahm der Architekt Schania die Geschäfte, doch kurz darauf folgte das endgültige Ende.

Nur die Bade-Restauration und offensichtlich auch die Abfüllung von Mineralwasser haben noch ein paar Jahre länger durchgehalten.

Über die Quellenpromenade, pardon, natürlich den schmalen Waldweg geht es dann hinauf…

zur Straße, die heute den Namen “Oberndorfer Eisenbründl” trägt. In diese biegst Du rechts ein. Ob diese Straße jene ist, die einst als “Schluchtweg” bezeichnet wurde, weiß ich leider nicht.

Der Weg führt dann über die Kraftwerksstollen.

Kurz vor dem ehemaligen Feuerwehrhaus siehst Du linkerhand die Reste eines früher zweigeschossigen Wehrturms aus dem 15. Jahrhundert.

Kurz darauf kommst Du wieder zur Kapelle.
Quick Facts:
Weglänge: ca. 5,0 km
Dauer: ca. 01:30
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 124 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 130 m
Kinderwagentauglich: nein
Für Nordic Walking geeignet: bedingt
GPS-Daten: Download
Öffentliche Verkehrsmittel: Bushaltestelle Oberndorf am Gebirge Ortsmitte; Fahrplanauskunft auf SCOTTY
Weitere Informationen: topothek Traismauer / Suchbegriff “Bad Oberndorf”




















































