Diese etwa fünfviertelstündige Rundwanderung (nicht mit dem Kuenringerweg 611 zu verwechseln), beginnt beim Feuerwehrhaus von Kühnring, das direkt an der B2 gelegen ist. Die Wanderung ist auf der Website der Marktgemeinde Burgschleinitz-Kühnring detailliert beschrieben, allerdings vor Ort nicht ausgeschildert.
Auf der B2 gehst Du erst einmal ein Stückchen in Richtung Osten, also in Richtung Eggenburg.
Nach ein paar Metern machst Du dann einen kleinen Abstecher über die Brücke.
Auf der anderen Seite der Brücke über den Urtl-Bach siehst Du dann vor dem Sportplatz die 1760 errichtete Statue des Hl. Johannes Nepomuk.
Danach gehst Du zurück über die Brücke zur B2, in die Du dann rechts einbiegst.
Bei der Mariensäule, die wie die Statue des Hl. Nepomuk aus Zogelsdorfer Kalksandstein gefertigt wurde, biegst Du schräg rechts ab in Richtung Kirche. Keine Sorge, diese Straße ist nur für Autos eine Sackgasse.
Nach kurzem Anstieg siehst Du dann linkerhand den Kühnring-Gedenkstein, der anlässlich des 950. Jubiläums von Kühnring im Jahr 2006 aus – Du wirst es schon erraten haben – Zogelsdorfer Kalksandstein gefertigt wurde.
Kurz darauf biegst Du dann links zur Kirche ab.
Das Schwedenkreuz wurde zum Dank für die Beendigung des Dreißigjährigen Krieges errichtet.
Die Pfarrkirche, die den Hll. Philipp und Jakob geweiht ist, war einst Burgkirche der Burg Kühnring, Stammsitz der Kuenringer. Das wahrscheinlich aus Sachsen stammende Adelsgeschlecht war im Spätmittelalter eines der einflussreichsten Geschlechter im heutigen nördlichen Niederösterreich und errichtete unter anderem auch die Burg Dürnstein. Der letzte Kuenringer starb 1594. Zu diesem Zeitpunkt war die Burg in Kühnring schon längst eine Ruine. Die Kreuzigungsgruppe wurde 1732 auf den Mauerresten der Burg errichtet.

Seit 2006 beim Friedhofeingang platziert sind der aus dem 13. Jahrhundert stammende älteste Grabstein des Friedhofs sowie der alte Altar. Beide sind aus Zogelsdorfer Kalsandstein gefertigt.

Ebenfalls interessant ist der Karner.

Nach Besichtigung der Kirche und der Reste der Burg gehst Du über die Treppen zurück zur Straße und biegst dann links in diese ein.
An der 1908 gepflanzten Kaiserjubiläumslinde und dem Pfarrhof vorbei gehst Du in Richtung Südwesten.
Die Straße vereinigt sich dann mit einer von scharf links kommenden Straße.
Das hölzerne „Falk-Kreuz“ wurde erst 1980 errichtet und ist somit eine der jüngsten Sehenswürdigkeiten auf dieser Runde.
Kurz danach biegst Du rechts ab.
Rechterhand siehst Du dann Reste einer mittelalterlichen Mauer.
Dann verlässt Du das Ortsgebiet.
Der Weg führt dann an der Rückseite einer neuen Einfamilienhaus-Siedlung vorbei. Hier befindet sich auch ein großzügiger Kinderspielplatz mit zahlreichen Spielgeräten.
Danach geht es schnurgerade in Richtung Süden.
Schließlich macht der Weg eine Linkskurve.
Du kommst dann zu einer kleinen Lichtung am Waldrand.
Von dort aus gehst Du auf dem schmalen Pfad in den Wald.
Nach einem kurzen Abstieg kommst Du zum Wasserfall. Die Schmida „fällt“ hier über eine Geländestufe aus Glimmerschiefer.
Nachdem Du den beruhigenden Anblick des Wasserfalls ausgiebig genossen hast, gehst Du zurück zum Weg. Linkerhand siehst Du dann das 2004 geweihte, von Prof. Ernst Degasperi gestaltete Franziskusmarterl.
Dann überquerst Du die Schmida.
Der Weg führt dann teilweise durch den Wald, teilweise auch an Feldern und Wiesen vorbei und endet schließlich an einem quer verlaufenden, etwas breiteren Weg, in den Du links einbiegst.
Nach weiteren 200 Metern biegst Du dann links in die Asphaltstraße ein.
Kurz darauf folgt ein Rastplatz, wo Du Dich bei Bedarf erholen und einen schönen Blick ins Weinviertel genießen kannst.
Der Weg macht dann eine Linkskurve. Etwas weiter rechts von dieser Stelle befindet sich die mit 410 m über der Adria höchste Stelle des Scheibenbergs. Diese ist nicht näher gekennzeichnet und befindet sich inmitten eines Feldes. Der Weg ist aber nahe genug, um einen SummitLynx-Eintrag zu machen.
Kurz darauf folgt eine Rechtskurve.
Beim nun folgenden Abstieg hast Du einen schönen Blick auf Kühnring.
Kurz nach einem Trockenrasen endet der Weg an einer quer verlaufenden Straße, in die Du links einbiegst.
Nach etwa 100 Metern machst Du dann links einen Abstecher in den Wald.
So kommst Du dann zur Sandgrube.
Im Sand finden sich reichlich Muscheln und Schnecken. Vor vielen Jahren wurden hier sogar komplette Skelette einer bei einem Tsunami vor Millionen Jahren umgekommenen Seekuhherde gefunden. „Grabungen“ darfst Du hier sowieso keine durchführen, aber Du wirst sicher an der Oberfläche das eine oder andere Bruchstück einer Muschel finden, das jedoch schon bei leichtem Druck zerbrechen wird. Wie auch im Mineralienatlas dargestellt, wird eine „Schatzsuche“ eher sinnlos sein.
Danach gehst Du wieder zurück zur Straße und biegst links in diese ein.
Du kommst dann an einem Marterl vorbei, zu dem ich leider keine weiterführenden Informationen habe.
Kurz vor der Brücke über die Schmida steht linkerhand das sogenannte „Grübelkreuz“. Das heutige Kreuz wurde 2006 an Stelle eines älteren errichtet.
Dann kommst Du wieder ins Ortsgebiet.
Einige restaurierte Weinkeller erinnern daran, dass hier früher Wein angebaut und gekeltert wurde. Heute wird in der Gemeinde Burgschleinitz-Kühnring kaum noch Wein angebaut.
Bei der Weggabelung nimmst Du dann den rechten Weg.
Am Fuße des Kirchenbergs kannst Du einen privaten Zwergengarten bewundern.
Bei der 1860 von Johann Pracht aus Zogelsdorfer Kalksandstein errichteten Dreifaltigkeitssäule
überquerst Du dann die B2 und biegst links ab.
Auf zahlreichen Häusern entlang der B2 befinden sich Nischenfiguren, zumeist sind dies Darstellungen von Heiligen.
Schließlich kommst Du dann wieder zum Feuerwehrhaus zurück.

Quick Facts:

Weglänge: ca. 4,1 km
Dauer: ca. 01:15
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 65 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 65 m
Kinderwagentauglich: ja (mit kleinem Umweg bei der Kirche)
Für Nordic Walking geeignet: ja
GPS-Daten: Download
Öffentliche Verkehrsmittel: Bushaltestelle Kühnring – Ort; Fahrplanauskunft auf SCOTTY
Offizielle Informationen: www.burgschleinitz-kuehnring.at