Wenn Du auf der B34 von Langenlois aus kommend durch das Kamptal fährst, siehst Du beim Langenloiser Ortsteil Zöbing rechterhand eine Warte – die Kamptalwarte auf dem Heiligenstein. 

Von Zöbing aus führen mehrere Wege zur Warte hoch. Dieser Artikel beschreibt den mittelschweren Aufstieg und den kürzesten, aber auch schwersten Abstieg. Alternativ kann man noch „hintenrum“ über einen längeren Weg durch den Wald gehen, der im Gegensatz zu den hier beschriebenen Wegen auch für Radfahrer*innen geeignet ist.

Für Wander*innen, die mit dem Auto kommen steht in der Mühlstraße gegenüber Haus Nr. 3 ein großzügiger Parkplatz zur Verfügung. Dort befindet sich auch eine Schautafel mit weiteren Informationen – auch bezüglich der Öffnungszeiten und wo man den Schlüssel bekommt. Mein Tipp: Informiere Dich bereits vorher auf der Website des ÖTK Langenlois!

Vom Parkplatz aus gehst es dann bergaufwärts! Kurz nach dem Parkplatz biegst Du rechts in die Kellergasse „Am Heiligenstein“. Dort findest Du nicht nur viele urige Weinkeller und Heurigenbetriebe!

Einige Schautafeln informieren über den Weinbau.

Schon nach wenigen Minuten hast Du einen wunderbaren Ausblick auf Zöbing.

Nach etwa einem Kilometer findest Du eine Bank, von der aus Du schön in Richtung Tullnerfeld blicken kannst.

Mein Tipp: Mache hier noch einmal kurz Pause!

Jetzt wird es nämlich richtig steil! Du musst jetzt scharf links abbiegen und dann durch die Weinberge diretissima in Richtung Warte hochgehen.

Wenn Du dann rechts das Fassdaubenkreuz siehst, hast Du schon die meisten Höhenmeter auf den 351 m hohen Heiligenstein zurückgelegt und kannst eine kurze Rast auf der Bank machen.

Kurz nachher triffst Du dann auf die Straße durch den Wald, in die Du dann links einbiegst.

Nach etwa einer Stunde hast Du das Ziel der Wanderung erreicht: Die 21 Meter hohe Kamptalwarte, die 1897 von der Sektion Langenlois des Österreichischen Touristenklubs (ÖTK) errichtet wurde.

Wenn die Fahne auf der Warte gehisst ist, ist sie geöffnet und Du kannst sie gegen eine kleine Eintrittsgebühr besichtigen. Bitte nimm ausreichend Kleingeld mit, denn der ÖTK steckt wirklich viel Arbeit, Geld und sonstige Mühen in die Erhaltung der Warte!

Ansonsten kansnt Du Dir vorab den Schlüssel bei regionalen Gastronomiebetrieben ausborgen. Weitere Infos findest Du auf der Website des ÖTK Langenlois!

Der Aufstieg zahlt sich auf jeden Fall aus, denn der Ausblick ist wunderbar. Von der Warte aus kannst Du in alle vier Viertel Niederösterreichs blicken:

In Richtung Südosten kannst Du über die Weiten des Tullnerfelds in Richtung Weinviertel (eher östlich) und Industrieviertel (eher südlich) sehen. Bei guter Sicht erkennst Du auch die Gipfel der Wiener Alpen, wie zum Beispiel den Schneeberg.

In Richtung Südwesten siehst Du die Weinbaustadt Langenlois und dahinter blickst Du ins Mostviertel. 

In Richtung Nordwesten blickst Du über den Ausgangspunkt der Wanderung, die Langenloiser Katastralgemeinde Zöbing, weit ins Waldviertel.

Eine mit Holz verkleidete Mobiltoilette steht immer zur Verfügung, an sonnigen Nachmittagen gibt es auch einen Getränkeausschank! 

Zurück kannst Du dann dem Pfeil „Zöbing 30 Minuten“ folgen.

Dieser Weg führt quer durch den Wald, ziemlich steil auf einem schmalen Pfad – sicherlich nicht für alle zu empfehlen. Alternativ kannst Du wie erwähnt natürlich auch die Straße bergab gehen, diese führt dann sozusagen hintenherum durch den Wald, ist um einiges länger, bietet wohl nicht so tolle Aussichten, ist dafür aber barrierefrei.

Über den Waldweg kommst Du dann wieder in die Kellergasse “Am Heiligenstein” und kannst zum Beispiel dort in einem der Heurigenbetriebe einkehren. Einen Heurigenkalender findest Du hier!.

Quick Facts:

Weglänge: ca. 2,5 km (geschätzt)
Dauer: ca. 01:00
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 120 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 120 m
Kinderwagentauglich: nein (außer über Waldstraße)
Für Nordic Walking geeignet: ja
GPS-Daten: nicht verfügbar

Siehe auch Bericht auf schmatz.blog!