Als leidenschaftlicher Wanderer bin ich nicht nur in den „Hauptregionen“ von Weinbergwandern – den Weinbaugebieten rund um Krems an der Donau – unterwegs, sondern auch manchmal in anderen Regionen Österreichs, Deutschlands und darüber hinaus. Unter dem Titel „(W)anderswo“ präsentiere ich Dir interessante Wanderungen aus anderen Gegenden.

Ein besonders tolles und familienfreundliches Wandergebiet ist der Harz, ein Mittelgebirge im Herzen Deutschlands, an dem die Bundesländer Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen ihren Anteil haben.

Schon ein richtiger Kult herrscht dort um die Harzer Wandernadel, für die man an 222 Stempelstellen Stempeln sammeln kann.

Die Teufelsmauer ist eine ca. 20 Kilometer lange Felsformation, die sich zwischen Ballenstedt und Blankenburg erstreckt und zahlreiche spekatkuläre Gipfel und Felsen aufweist. Der “Großvater” (oder “Großvaterfelsen”) und die “Großmutter” markieren das westliche Ende der Teufelsmauer.
Der kürzeste Weg führt von der “Gaststätte zum Großvater” weg. Wer länger wandern möchte lässt sein Auto besser weiter unten in der Stadt an einem der öffentlichen Parkplätze stehen. Zwischen Gasthaus und den Garagen führt der Weg zum Felsen hoch.
Nach kurzer Zeit erreicht man einen querenden Weg, bei dem sich auch die Stempelstelle Nr. 76 der Harzer Wandernadel befindet. Danach geht es steil durch den Wald auf nicht immer erkennbaren Wegen hinauf.
Auch wenn der Aufstieg nur ein paar hundert Meter lang ist und die höchste Stelle mit 317 m Seehöhe nicht gerade nach Hochgebirge klingen, solltest Du diesen Weg nur mit festem Schuhwerk gehen!
Nach ein paar Minuten erreichst Du dann den eigentlichen Felsen, auf den ein sehr schmaler und steiler Steig führt.
Der Weg ist mit Geländer und Stahlseilen gesichert, zum Teil dienen auch Klammern als Steighilfen. Die Treppen im Fels sind zum Teil sehr steil und ausgetreten.

Wenn Du nicht schwindelfrei und trittsicher bist, solltest Du den eigentlichen Felsen nicht besteigen. Auch bei Nässe würde ich hier niemals hochsteigen. Für Kinder sind die Abhänge meiner Meinung nach zu steil und die einzelnen Treppen zu hoch, daher würde ich Kinder erst ab einem Alter von 10-12 mitnehmen.

Auf der Spitze des Felsens findest Du dann eine Aussichtsplattform.
Jetzt weißt Du auch, warum Du Dir den mühsamen Aufstieg (und vielleicht auch das Warten auf andere Leute, die versuchen, mit völlig ungeeignetem Schuhwerk hier hochsteigen) angetan hast und wirst mit einer tollen Aussicht auf die Stadt Blankenburg belohnt.
Auch das Schloss ist von hier aus gut sichtbar.
Der Abstieg ist dann fast noch anstrengender und wirkt noch etwas bedrohlicher.

Summa summarum ist es aber eine schöne, sehr kurze, aber lohnenswerte Wanderung, die Du aber sicherlich nicht auf “Teufel komm raus” machen solltest!

Quick Facts:

Weglänge: ca. 0,3 km
Dauer: ca. 00:30 (bitte “Wartezeiten” einplanen!)
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 25 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 25 m
Kinderwagentauglich: nein
Für Nordic Walking geeignet: nein
GPS-Daten: Downloadbergfex
Öffentliche Verkehrsmittel: Bushaltestelle Blankenberg – Oberer Schnappelberg; Fahrplanauskunft.