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Der Erzherzog Johann-Weg ist ein von der Stainzer Wirtschaft konzipierter, anderthalb Kilometer langer Themenweg durch die Marktgemeinde Stainz im Schilcherland (Weinbaugebiet Weststeiermark).

Erzherzog Johann von Österreich (1782 – 1859) wirkte besonders in der Steiermark als großer Modernisierer in vielerlei Bereichen, die Du im Laufe des Themenwegs kennenlernen wirst. Er galt als volksnah und wird bis heute in der Steiermark verehrt – besonders natürlich in Stainz, wo er sogar 1850 erster frei gewählter Bürgermeister wurde.

Ausgangspunkt des Themenwegs ist der Schlossplatz vor dem Schloss Stainz. Das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift wurde 1785 von Kaiser Josef II. säkularisiert und 1840 von Erzherzog Johann erworben, der es vor dem drohenden Verfall rettete.

Mehr zum Punkt „EHJ und das Schloss“

Du gehst dann in der Straße „Klosterhöhe“ an der Kirche vorbei.
Bei der Weggabelung gehst Du dann an dem direkt am Schloss verlaufenden Weg weiter.
Durch das Portal…
kommst Du zum Schlosshof. Im Schloss befindet sich das Jagdmuseum und Landwirtschaftsmuseum, eines von mehreren Museen des Universalmuseums Joanneum, das wie der Name schon vermuten lässt, auf Erzherzog Johann zurückgeht.
Die barocke Kirche dient heute als römisch-katholische Pfarrkirche.
Geweiht ist die Pfarrkirche der Heiligen Katharina.
Wieder aus dem Schloss heraussen, gehst Du weiter der Schlossmauer entlang.
Du kommst dann zu den weithin sichtbaren turmartigen Pavillons im Osten des Schlossareals.
Hinter dem nördlichen macht der Weg dann eine Rechtskurve und…
dann gehst Du die Jakob-Rosolenz-Stiege hinunter.
Bei einer der letzten Treppen befindet sich dann die zweite Station des Themenwegs, bei der Du mehr über Probst Jakob Roselenz, der im 17. Jahrhundert die Stiege erbauen ließ, um den Markt mit dem (damaligen) Stift zu verbinden.
Unten angekommen findest Du gleich die nächste Station, die Marktkapelle Maria Himmelskönigin aus dem Jahr 1863. Nach der Kapelle biegst Du rechts in die Grazer Straße ein.
Dann folgt ein kleiner Abstecher in die nächste Straße rechts, die Sauerbrunnstraße.
Nach Haus Nummer 6 findest Du rechterhand einen größeren Parkplatz. Von diesem aus hast Du einen schönen Blick über einen Weingarten zum Schloss. Beim Parkplatz findest Du auch die nächste Station zum Thema EHJ und der Wein.
Dann überquerst Du die Straße und biegst links ab.
An der Seitenwand des Kaufhauses Hubamnn findest Du dann die nächste Infotafel zum Thema EHJ und die Tracht.
Dann biegst Du rechts in die Grazer Straße ein.
Unter den Arkaden des Kaufhauses Hubmann findest Du die Station, EHJ und die Lebensmittel.
Nachdem Du dann den Stainzbach überquert hast, gehst Du rechts zwischen Rathaus und weiter…
Auf dem Platz links von der Sparkasse findest Du das Erzherzog Johann-Denkmal. Rund um dieses befinden sich gleich drei weitere Stationen: EHJ und die GraWe (die heutige Grazer Wechselseitige Versicherung AG wurde 1828 auf Initiative von Erzherzog Johann als „k. k. privilegierte innerösterreichische Brandschaden-Versicherungs-Anstalt für Steiermark, Kärnten und Krain“ gegründet), EHJ als Bürgermeister sowie EHJ und die Bank (Erzherzog Johann war zwar nicht Gründer der Steiermärkischen Sparkasse, aber ein großer Förderer des Sparkassenwesens).
Dann gehst Du die Erzherzog Johann-Straße in Richtung Nordosten…
und weiter auf den Hauptplatz.
Linkerhand befindet sich in Haus Nummer 8 die Apotheke, deren Errichtung – Du errätst es – von Erzherzog Johann veranlasst wurde. An der Fassade gibt es Informationen zum Thema EHJ und die Medizin.
Dann gehst Du in Richtung Mariensäule.
An der Sitzbank findest Du eine weitere Infotafel.
Danach gehst Du in der Bahnhofstraße in Richtung Osten.
Am Ende der Fußgängerzone biegst Du rechts ab.
Du gehst dann unter der B76 Radlpass-Straße durch.
Bei der Gitarre stellte ich mir unweigerlich die Frage, ob Erzherzog Johann wohl auch die Musik beeinflusst hat. Der Erzherzog Johann-Jodler („Wo i geh und steh…“) ist ja weithin bekannt. Tatsächlich förderte Erzherzog Johann auch die Volksmusik und initiierte wie diese Abhandlung darlegt auch die Sammlung der Musik der Landbevölkerung.
Du überquerst dann die Gewerbeparkstraße und gehst auf der anderen Straßenseite in der Bahnhofstraße weiter.
Bei den Gleisen der Stainzerbahn endet dann der Themenweg mit der Station EHJ und die Bahn.
FAZIT: Wenn man zum ersten Mal oberflächlich mit der auch heute noch vorhandenen Verehrung von Erzherzog Johann in der Steiermark in Berührung kommt, denkt man vielleicht, dass es sich hierbei um eine verklärt-verkitschte Idolisierung eines Adeligen handeln könnte, vielleicht ähnlich wie bei der (zu Lebzeiten beim Volk gar nicht so beliebten) Kaiserin Elisabeth. Dieser Themenweg zeigt jedoch an greifbaren Orten, wie sehr die oft visionären Ideen und Initiativen des volksnahen Erzherzogs auch heute, über 160 Jahre nach seinem Tod noch nachwirken. Eine Begehung dieses Weges und auch ein Nachlesen kann ich Dir entsprechend empfehlen. Dabei solltest Du aber auf jeden Fall auch abseits der Infotafeln die Augen offenhalten, denn Stainz ist eine sehr hübsche Marktgemeinde!

Quick Facts:

Weglänge: ca. 1,5 km (eine Richtung!)
Dauer: ca. 01:00 (reine Gehzeit ca. 00:30)
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 40 m
Gesamter Abstieg: ca. 40 m
Kinderwagentauglich: nein
Für Nordic Walking geeignet: bedingt
GPS-Daten: Download
Öffentliche Verkehrsmittel: Bushaltestelle Stainz – Molkerei bzw. mit der Bahn zum Bahnhof Stainz; Fahrplanauskunft auf SCOTTY
Offizielle Informationen: www.stainzerwirtschaft.at/erzherzog-johann-weg