↔ 1,4 km | ↑ 50 m | ↓ 50 m | ↕ 24 m | ●●●○○ | 00:30

Der 337 m hohe Schweinbarther Berg, heute meistens als “Kreuzberg” bezeichnet, war früher ein bis auf ein paar kleine Steinbrüche eher bedeutungsloser Berg. Ende 1962 wurde begonnen, das Südmährerkreuz und Stiegenanlagen zu errichten.

Heute sind auf dem Berg zahlreiche Denkmäler für die 1945 aus ihrer Heimat vertriebenen Südmährer zu finden.

Die Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei nach dem Zweiten Weltkrieg ist bis heute ein sensibles Thema, das meiner Meinung nach aber auch nicht ohne Blick auf die Vorgeschichte betrachtet werden kann. Eine meiner Meinung nach ganz gute Erläuterung gibt es in der Wikipedia.

Für mich persönlich muss heute der Ausbau der ohnehin bereits guten Beziehungen zwischen Österreich und Tschechien im Vordergrund stehen. Unabhängig von allen Schuldfragen gestehe ich jeder und jedem zu, Trauer über den Verlust der Heimat und noch mehr über den Verlust im Zuge der Vertreibung umgekommenen Verwandten und Freunden zu empfinden und ich finde es auch wichtig, dass es dafür entsprechende Gedenkorte gibt. Ich sehe uns aber auch alle in der Verantwortung dafür, dass diese Orte nicht zu Orten von Opferkult und Revanchismus werden.

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Diese halbstündige Besichtigungstour beginnt beim Parkplatz im Steinbruch am Doktor-Karl-Bacher-Weg auf dem Kreuzberg, der auch Schweinbarther Berg genannt wird. Der Doktor-Karl-Bacher-Weg ist von Kleinschweinbarth aus über die Kreuzberggasse und den von dieser aus weiterführenden Feldweg erreichbar.
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Zuerst möchte ich Dir die Gedenkstätten auf der südöstlichen Seite des Bergs zeigen. Dafür biegst Du vom Steinbruch aus gesehen links auf den asphaltierten Weg ein.

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Linkerhand siehst Du ein Denkmal für den Namensgeber des Weges, den Mundartdichter Karl Bacher (1884-1954).

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Kurz danach zweigt links ein Weg…

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zur 1975 von der Jagdgesellschaft Kleinschweinbarth errichteten Hubertuskapelle ab.

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Danach gehst Du wieder zum Doktor-Karl-Bacher-Weg zurück. Ein Stückchen weiter oben zweigt erneut ein Weg ab.

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Dieser ist anfangs relativ schmal,…

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später führt er über Treppen…

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zum 1963 errichteten Südmährerkreuz auf dem Gipfel des Kreuzbergs. Im Zuge der Einweihung fand auch das erste der seither regelmäßigen jährlichen Treffen heimatvertriebener Südmährer statt. 1974 wurde ein steinerner Altar errichtet. Daneben befindet sich ein Gedenkstein für Erwin Zajicek (1890-1976), dem zuletzt gestorbenen deutschen Minister der Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit.

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Am Gipfel in 337 m Seehöhe kannst Du auch einen SummitLynx-Eintrag erstellen und natürlich die schöne Aussicht in Richtung Südmähren genießen. Vor Dir siehst Du die Stadt Mikulov (Nikolsburg) und den Heiligen Berg (Svatý kopeček u Mikulova).

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Danach gehst Du wieder zum Doktor-Karl-Bacher-Weg zurück.

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Du kommst dann zu einem weiteren Steinbruch.

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Die 1990 errichteten Kreisdenkmäler mit den Bronzewappen stehen für die vier südmährischen Heimatkreise Znaim (Znojmo), Nikolsburg (Mikulov), Zlabings (Slavonice) und Neubistritz (Nová Bystřice).

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Das Kriegerdenkmal der Südmährer wurde 1975 errichtet. Es erinnert an die in den Weltkriegen gefallenen Südmährer und die Opfer der Vertreibung. Links davon erinnert eine 2013 errichtete Gedenktafel an den in diesem Jahr verstorbenen niederösterreichischen Landeshauptmann Siegfried Ludwig, der selbst in Südmähren geboren wurde.

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Über die Treppe geht es dann weiter.

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Ein weiteres Denkmal erinnert an die Vertriebenen aus Pohrlitz (heute Pohořelice).

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Bei der Bank befindet sich eine 1988 errichtete Gedenktafel mit einer in Stein gravierten Landkarte Südmährens.

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Danach gehst Du weiter hinunter…

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zum Nikolsburger Platz. Die 1989 eingeweihte Granitplatte erinnert an die Vertrieben aus der Stadt Nikolsburg (Mikulov).

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Auf diese kannst Du auch von hier aus gut blicken.

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Über die Steintreppen gehst Du dann hinauf…

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zu den Bänken unterhalb des Südmährerkreuzes. Allerdings kannst Du hier nicht zum Kreuz weitergehen, sondern musst links abbiegen.

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Über ein schmales Wegerl…

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und die Treppen…

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gelangst Du wieder zum Steinbruch mit den Kreisdenkmälern und dem Kriegerdenkmal.

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Dann gehst Du über den Doktor-Karl-Bacher-Weg zurück zum anderen Steinbruch.

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Von dort aus gehst Du den Weg noch ein Stück hinunter…

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und biegst rechts auf den Grasweg ab.

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Bei der Weggabelung nimmst Du den rechten Weg…

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und kommst so zu einem weiteren Steinbruch.

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Hier befindet sich das 1989 errichtete Denkmal für die Heimatvertriebenen aus Untertannowitz (Dolní Dunajovice).

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Danach gehst Du wieder zurück…

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zum Doktor-Karl-Bacher-Weg und biegst links in diesen ein.

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Nach ein paar Schritten bist Du wieder beim Parkplatz.

Quick Facts:

Weglänge: ca. 1,4 km
Dauer: ca. 00:30
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 24 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 50 m
Kinderwagentauglich: nein
Für Nordic Walking geeignet: nein
GPS-Daten: Download
Öffentliche Verkehrsmittel: Bushaltestelle Kleinschweinbarth Landesstraße (ca. 1,5 km vom Parkplatz entfernt!); Fahrplanauskunft auf SCOTTY
Weitere Informationen: In der deutschsprachigen Wikipedia finden sich viele interessante Detailinformationen zu den Denkmälern, aber auch zur Flora auf dem Schweinbarther Berg.