↔ 8,5 km | ↑ 158 m | ↓ 158 m | ↕ 130 m | ●●○○○ | 02:15

Seit 2024 gibt es auch in Grafenwörth drei “Tut gut!”-Wanderwege. Start der Routen 1 und 2 ist an der Kreuzung der B34, die hier Weinstraße heißt, mit der L113, die hier “Neufang” heißt und der Kellergasse. Neben der Hubertuskapelle befindet sich die Informationstafel.

In der um 1770 errichteten Kapelle befindet sich jedoch keine Statue des Hl. Hubertus, sondern eine Darstellung von Jesus Christus als Schmerzensmann. Eine Darstellung des Hl. Hubertus befindet sich als Sandsteinrelief außen auf dem Giebel.

Das Gasthaus zum goldenen Kreuz der Familie Bauer auf der anderen Straßenseite der B34 wird in der offiziellen Beschreibung als Startpunkt angeführt und dessen Adresse Weinstraße 11 wird jedes Navigationsgerät problemlos finden.
Von der Kreuzung aus geht es erst einmal die Kellergasse hinauf in Richtung Norden, wobei das mit “Kellergasse” etwas verwirrend ist. Die Straße heißt nämlich bereits hier “Kellergasse”, die eigentliche Kellergasse beginnt aber erst ca. 1 Kilometer weiter nördlich – und diesen Weg gehst Du jetzt.
Nach ca. 350 Metern verlässt Du das Ortsgebiet. Der Gehweg ist jetzt durch eine Baumzeile von der Fahrbahn geteilt.
Auf dem ganzen Weg findest Du immer wieder Rastplätze, die von der Landjugend Feuersbrunn errichtet wurden.
Am Ende der Baumzeile gehst Du dann geradeaus in der Kellergasse weiter. An der Kreuzung befindet sich das 1848 errichtete Triftkreuz.
Nach dem Weinbaumuseum beginnt dann endlich die “richtige” Kellergasse.
Rechterhand siehst Du bald einmal ein Denkmal zu Ehren des mittelalterlichen Dichters Konrad von Fußesbrunnen (Feuersbrunn), der in den 1180er-Jahren das Werk „Die Kindheit Jesu“ in 3.000 mittelhochdeutschen Reimpaarversen verfasst hat.
Dann biegst Du in die vom Beginn der Kellergasse aus gezählt dritte links abzweigende Straße mit der Bezeichnung “Nussberg-Spiegel” ein.
Die Straße ist anfangs noch beidseitig von Betonabstützungen begrenzt,…
die jedoch bald immer niedriger werden. Bei der Kreuzung gehst Du geradeaus weiter.
Linkerhand hast Du dann eine schöne Aussicht. Wenn die Sicht nicht so eingetrübt ist wie es bei meiner Begehung im Sommer 2024 war, siehst Du hier bis zum Schneeberg und zum Ötscher.
Bei der nächsten Kreuzung nimmst Du den ganz linken Weg.
Auch an diesem Weg gibt es einen von der Landjugend erbauten Rastplatz.
Kurz nach der nächsten Kreuzung, bei der Du wieder geradeaus weitergehst,…
kommst Du an einigen Weinkellern vorbei.
Das Wintersperre-Schild mag Dir im Großteil des Jahres egal sein, interessant ist es aber ganzjährig, denn hier verläuft die Grenze zwischen den Marktgemeinden Grafenwörth (Bezirk Tulln) und Grafenegg (Bezirk Krems) und somit auch die Grenze zwischen den Weinbaugebieten Wagram und Kamptal.
Nach ein paar Schritten hast Du auch schon den ersten Höhepunkt der Wanderung erreicht, die 2004 errichtete Engabrunner Warte.
Das 2016 errichtete Hagelkreuz erinnert an einen Hagelschlag im Mai 2015 und eine Frostnacht im Mai 2012.
Von der Warte aus hast Du einen tollen Blick über das Tullnerfeld, an Tagen mit guter Sicht bis ins Alpenvorland und im Osten bis nach Krems.
Ein Stück westlich der Warte befindet sich der 2007 errichtete Gedenkstein für Franz Hietl, der den Roten Veltliner im Jahr 1926 gezüchtet hat. Die Trauben dieser Sorte sind grüngelb bis fleischrot gefärbt und aus ihnen wird anders als der Name vielleicht vermuten lässt, Weißwein gekeltert.
Kurz danach biegst Du rechts ab.
Kleine und große Kinder dürfen vorher natürlich noch ein bisschen auf dem daneben liegenden Spielplatz spielen.
Danach folgst Du dem sich leicht schlängelnden Weg. Meistens führt der zwischen Wald und Weingärten.
Bald erreichst Du wieder – an der Wintersperre-Tafel erkennbar – Grafenwörther Gemeindegebiet.
Bei den beiden Abzweigungen hältst Du Dich links und folgst weiter dem Hauptweg.
Dieser ist dann teilweise nur geschottert.
Bei dem von der Landjugend errichteten “Waldfenster” erfährst Du mehr über den Wald und kannst eine kurze Rast einlegen.
Der Weg vereinigt sich dann mit einem von rechts kommenden Weg.
Schließlich kommst Du zu einem Rastplatz, der rund um die 1870 errichtete Dreifaltigkeitssäule errichtet wurde.
Auch eine kleine Aussichtsplattform mit einer Sonnenliege befindet sich hier.
Dann stößt Du wieder auf die Kellergasse, in die Du rechts einbiegst.
Beim Parkplatz gehst Du geradeaus weiter.
Das nächste Highlight ist der – natürlich von der örtlichen Landjugend – errichtete Lössplatz, wo Du nicht nur entspannen, sondern auch mehr über den Löss erfahren kannst.
Linkerhand mündet wenig später der Weg “Storz” ein.
Du biegst in den von da aus gezählt zweiten links abzweigenden Seitenarm der Kellergasse, den “Unteren Rosenberg” ab.
Dieser macht nach rund einem halben Kilometer eine Rechtskurve…
und endet am “Kreuzgang-Gösingweg”, in den Du links (!!!) einbiegst.
Nach kurzem Anstieg macht dieser eine Rechtskurve.
Danach geht es bergab. Vor einem Weingarten folgt eine weitere Rechtskurve,…
vor einem Rückhaltebecken eine Linkskurve.
Schließlich endet der Weg an der Sonngasse, in die Du rechts einbiegst.
Kurz nach dem Bildstock aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts…
biegst Du auf den links abzweigenden Stiegelgraben (manchmal auch nur “Stiegl” genannt) ab.
Dieser macht gleich darauf eine Linkskurve und ist danach von Weinkellern gesäumt.
Der Stiegelgraben endet schließlich an der Kellergasse, die Du nun überquerst…
um links in den Gehweg einzubiegen.
Beim Triftkreuz wechselst Du dann auf den Weg rechts der Obstbäume.
Schließlich erreichst Du wieder das Ortsgebiet von Feuersbrunn,…
wo die Wanderung dann an der B34 endet.

Quick Facts:

Weglänge: ca. 8,5 km
Dauer: ca. 02:15
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: 130 m
Gesamter Auf-/Abstieg: 158 m
Kinderwagentauglich: nein
Für Nordic Walking geeignet: ja
GPS-Daten: Download
Öffentliche Verkehrsmittel: Bushaltestelle Feuersbrunn – Bundesstraße oder Feuersbrunn – Neufang; Fahrplanauskunft auf SCOTTY
Offizielle Informationen: noetutgut.at