↔ 1,5 km | ↑ 68 m | ↓ 68 m | ↕ 68 m | ●○○○○ | 00:30

Diese ungefähr halbstündige Runde beginnst Du am besten beim Gemeindeamt der Marktgemeinde Wölbling auf dem Oberen Markt in Oberwölbling, dessen Kern aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts stammt.

Vor dem Gemeindeamt befindet sich der 1584 von Freiherr von Jörger errichtete Pranger. Von dort aus gehst Du erst einmal den Oberen Markt hinauf.

Über die Treppen gelangst Du dann zur Kirche.

Links von den unteren Stufen steht eine Statue des Hl. Florian aus dem 18. Jahrhundert.

Im Durchlass in der Tormauer befinden sich Statuen des Hl. Johannes Nepomuk und des Hl. Josef.

Das Kriegerdenkmal gedenkt der Gefallenen der damaligen Gemeinde Oberwölbling, die erst später, genauer gesagt in den Jahren 1966-70 zur heutigen Marktgemeinde wurde. Damals noch eigenständige Gemeinden wie zum Beispiel Unterwölbling haben ihre eigenen Kriegerdenkmäler.

Das Christusrelief an der Außenmauer der Kirche ist aus dem frühen 15. Jahrhundert.

Wesentlich jünger ist die Grabplatte des Ferdinand Fischer aus dem Jahr 1725.

Eine umfangreiche Beschreibung der Kirche, die den Hll. Peter und Paul geweiht ist, findest Du übrigens in der Wikipedia!

Nach dem Besuch der Kirche gehst Du in Richtung Schule vor…

und biegst dann rechts in den Kremsersteig ein. Der Kremsersteig ist heute ein Wanderweg von Oberwölbling nach Mautern (den ich Dir sicher auch noch einmal vorstellen werde), war aber früher eine wichtige Verbindung in Richtung Krems und zu Ende des 2. Weltkriegs auch ein wichtiger Weg für den Rückzug der Wehrmacht.

Das Marterl am Kremsersteig ist aus dem 17. oder 18. Jahrhundert.

Kurz danach siehst Du linkerhand auch schon den Soldatenfriedhof.

Auf dem ungefähr 15.000 m² großen, haben 4.069 Gefallene aus den letzten Tagen und Wochen des 2. Weltkriegs ihre späte letzte Ruhe gefunden. Der Friedhof wurde nämlich erst 1983 fertig gestellt. Nach Anzahl der militärischen Opfer des 2. Weltkriegs ist es der größte Soldatenfriedhof Niederösterreichs (in Blumau ruhen ca. 4.250 Tote, allerdings aus beiden Weltkriegen).

Nach dem Besuch des Friedhofs verlässt Du diesen wieder…

querst den Kremsersteig und gehst geradeaus auf der Melker Pionierstraße weiter. Der Straßennahme erinnert daran, dass die Melker Pioniere einen Großteil der Arbeiten zur Errichtung des Friedhofs geleistet haben.

Rechterhand hast Du einen schönen Blick auf Oberwölbling und bei guter Sicht darüber hinaus bis in die Niederösterreichischen Kalkalpen.

Die Straße endet schließlich an der L5042, die hier Wachaustraße heißt und in die Du rechts einbiegst.

An der Kreuzung mit dem Silvesterweg steht der “Herrgott auf der Wies” aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Das “Wies” weist dabei nicht auf eine lokale Gegebenheit hin, sondern auf die Wieskirche in Wies (Gemeinde Steingaden, Bayern), die damals nachdem eine Bäuerin angeblich in den Augen einer Statue des gegeißelten Heilands echte Tränen gesehen hatte, zu einem beliebten Pilgerziel wurde. Die Statue in Oberwölbling zeigt ebenfalls den gegeißelten Heiland, hat aber optisch keinerlei Ähnlichkeit mit der Statue in Bayern.

Kurz darauf bist Du auch schon wieder beim Gemeindeamt. Du kannst nun natürlich über die Straße zum Oberen Markt gehen oder Du nimmst die steinerne Treppe und gehst dann durch den kleinen Garten und den Torbogen.

Quick Facts:

Weglänge: ca. 1,5 km
Dauer: ca. 00:30
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 68 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 68 m
Kinderwagentauglich: bedingt (sehr steiler Weg, am Ende Engstelle)
Für Nordic Walking geeignet: ja
GPS-Daten: Download
Öffentliche Verkehrsmittel: Bushaltestelle Oberwölbling – Postgasse; Fahrplanauskunft auf SCOTTY