Eine etwa anderthalbstündige Rundwanderung von Reichersdorf (Gemeinde Nußdorf ob der Traisen) zur Wohnhöhle (siehe auch hier) und zur Reichersdorfer Halbhöhle.
Die Wanderung startest Du am besten bei der Kirche von Reichersdorf.
Dann gehst Du ein Stückchen in Richtung Norden.
Nach etwa 50 Metern biegst Du links in die Koglgasse ab und gehst diese hinauf.
Du gehst bist zur nächsten Kreuzung und biegst dort links in den Weinriedenweg ab.
Bei der nächsten Kreuzung biegst Du rechts ab.
Nach ein paar Metern gehst Du dann in der Kellergasse, das ist die rechte der beiden Straßen, die rechts vom Bildstock abgehen, weiter.
Die Bebauung der Kellergasse ist durchaus interessant. Anders als anderswo bilden die Fronten der Weinkeller hier keine Linie, sondern sind leicht schräg versetzt gebaut.
Nach dem Ende der Kellergasse zweigt rechts eine Straße ab. Diese Straße ist sozusagen die Verlängerung der Koglgasse. Hier wärst Du also angekommen, wenn Du zuvor nicht in den Weinriedenweg abgebogen wärst.

Jetzt gehst Du hier natürlich geradeaus in Richtung Norden weiter.

Ein Stückchen weiter siehst Du dann einen kleinen Schaugarten, der Weinstöcke verschiedener Sorten zeigt.
Kurz danach zweigt dann links ein Weg ab, den Du hinauf gehst.
Nach dem kurzen Anstieg…
biegst Du wieder links ab und gehst in Richtung Süden weiter.
Bei der nächsten Gelegenheit biegst Du dann wieder rechts ab.
Und bei der nächsten Abzweigung, bei der ein Hochstand (und dahinter etwas versteckt eine Mobiltoilette) steht, wieder links.
Du kommst dann zu einem Rastplatz hinter dem eine Kluft zu sehen ist.
Diese ist natürlich noch nicht die Wohnhöhle, schließlich ist sie so eng, dass ein Mensch kaum durchpasst.
Ein Stückchen weiter südlich findest Du dann tatsächlich die Wohnhöhle. Hier hat tatsächlich bis zum 1. Weltkrieg eine Familie namens Pöll gelebt. Das Wasser musste die Familie tagtäglich vom Brunnen bei der Feuerwehr in Reichersdorf holen.
Die Wohnhöhle verfiel mit der Zeit. 2010 wurde sie wieder Instand gesetzt. Die kleine Küche und der kleine Schlafraum wurden rekonstruiert. Das Inventar ist also nicht original.
Hier noch ein Bild des Schlafraums, in dem die Familie Pöll wohnte oder wohl besser gesagt hauste.
Danach gehst Du weiter in Richtung Süden.
Am Ende des Weges biegst Du dann links ab und gehst den Weingarten hinunter.
An dessen Ende biegst Du weider rechts ab.
Dann gehst Du auf der Straße, in die der Weg einmündet in Richtung Süden weiter.

WARNUNG!

Jetzt folgt der Weg zur Halbhöhle! Dieser ist weder beschildert noch markiert. Die Wege sind schmal, stellenweise sehr steil, teilweise kaum zu erkennen und zum Teil mit dornigen Pflanzen verwachsen. Darüber hinaus gibt es neben den Pfaden manchmal steile Abhänge.

Auch wenn Du auf dem nächsten Stück nur ca. 35 Höhenmeter zurücklegen wirst und die höchste Stelle auf gerade einmal 309 m Seehöhe befindet, handelt es sich beim nächsten Stück um eine sehr schwierige Wanderung.

Bitte mache diesen Teil nur in körperlich guter Verfassung und wenn Du über ausreichend Trittsicherheit verfügst. Nimm Dir bitte unbedingt ein Smartphone mit GPS mit und zeichne Deine Wege mit einer geeigneten App (z.B. bergfex auf, um im Notfall den Weg zurück wieder zu finden. Achte darauf, dass Dein Akku ausreichend Kapazität hat und lade Dir den Kartenteil am besten bereits zur Vorbereitung herunter, damit Du sie auch offline verwenden kannst! Ich empfehle Dir auch, lange Bekleidung zu tragen, da der Weg sehr dornig sein kann.

Bitte gehe diesen Weg keinesfalls während oder nach Regenfällen, bei Eis oder Schnee oder bei Nebel und bitte auch nicht bei starkem Wind oder gar Sturm!

Wie bei allen Wanderungen ist es natürlich klar, dass Du sie immer auf eigene Gefahr gehst!

Wenn Dir das zu gefährlich erscheint überspringe diesen Punkt und biege bei der nächsten Gelegenheit links ab und Du kommst dann wieder zur Kellergasse. Hier kannst Du dann zur weiteren Wegbeschreibung springen!

Bei der nächsten Abzweigung bleibst du noch auf dem Weg, der hier eine Linkskurve macht.
Auf eine längere gerade Strecke folgt erneut eine Rechtskurve.
Etwas später kommst Du erneut zu einem Hochstand. Hier biegst Du links auf den in Richtung Süden führenden Grasweg ab.
Der Weg auf der linken Seite, dem Du folgen musst, ist der rechte der beiden Wege, nämlich jener,…
der Dich direkt ins Dickicht führt!
Sobald Du erkennen kannst, dass Du praktisch am Ende des bewachsenen Teils des Weges bist, zweigt rechterhand ein schmaler Pfad ab, den Du hinaufgehst.
Nach einiger Zeit siehst Du dann rechterhand einen Wegweiser zum „Schneebergblick“. Hier biegst Du dann rechts ab. Übrigens ist das jetzt nicht nur der erste, sondern auch der letzte Wegweiser.
Du gehst jetzt weiter auf dem kaum erkennbaren Pfad.
Schon bald erkennst Du eine Lösswand hinter den Bäumen und Sträuchern.
Dann kommst Du zu dieser Höhle.
Dann noch diese kleine Höhle.
Dann gehst Du rechts den wiederum kaum erkennbaren Weg hinunter.
Schließlich kommst Du zu einem links abzweigenden, kaum besser erkennbaren und bergauf führenden Weg.
Schließlich gelangst Du dann zur Reichersdorfer Halbhöhle.
Die Höhle ist etwa 2 Meter hoch und auf einem Tisch sind einige Fundstücke „ausgestellt“.
Danach gehst Du links von der Höhle bergauf weiter.
Du kommst dann zu einer Wiese, die Du durchquerst.
Du gehst zwischen den Bäumen durch überquerst die nächste Wiese und vor den Büschen biegst Du dann links ab und gehst auf dem Gras hinunter.
Du kommst dann zu dem Trampelpfad, auf dem Du bis zur Abzweigung „Schneebergblick“ hinaufgegangen bist.
Es ist durchaus möglich, dass der enge Weg auch durch umgestürzte Bäume blockiert ist. Dann musst Du entscheiden, ob Du lieber darübersteigst oder wie in diesem Fall wohl besser darunter durchkriechst.
Am Ende des Trampelpfades biegst Du dann rechts ab und verlässt das Dickicht.
Du gehst dann bis zum Weingarten vor.
Du gehst dann dem Weingarten entlang in Richtung Wald.
Am Ende des Weingarten biegst Du wieder rechts ab und gehst dem Weingarten entlang bergauf…
bis dann die Höhendistanz zum parallel verlaufenden Forstweg so niedrig ist, dass Du gefahrlos auf diesen hinuntergehen kannst. Dann gehst Du den Forstweg in entgegengesetzter Richtung bergab.
Dann kommst Du zu einer querenden Schotterstraße und biegst rechts in diese ein. An dieser Stelle können wir jetzt den abenteuerlichen Part dieser Wanderung offiziell für beendet erklären.
Bei der nächsten Kreuzung gehst Du dann geradeaus auf dem Weinriedenweg weiter.
Du gehst dann dem Weinriedenweg entlang in Richtung Norden.
Schließlich kommst Du zu einer Stelle, die bereits vom Hinweg kennst, nämlich jene, wo sich Weinriedenweg und Kellergasse kreuzen. Hier biegst Du jetzt rechts ab und gehst in der Kellergasse in Richtung Osten.

Wenn Du Dir den Abenteuerteil erspart hast kommst Du übrigens auch hier an, dann ist die Kellergasse natürlich aus Deiner Sicht geradeaus.

Du gehst dann eben wie erwähnt die Kellergasse hinunter.
Der Weg endet dann an der Oberen Ortsstraße.
Jetzt biegst Du links in die Obere Ortsstraße ab…
und gehst in dieser bis zur Kirche vor.

Quick Facts:

Weglänge: ca. 4,4 km
Dauer: ca. 01:30
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 80 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 100 m
Kinderwagentauglich: nein
Für Nordic Walking geeignet: nein
GPS-Daten: Downloadbergfex
Öffentliche Verkehrsmittel: Bushaltestelle Reichersdorf – Kirche; Fahrplanauskunft auf SCOTTY.

Diese Wanderung habe ich auch auf bergfex veröffentlicht!