Aus Anlass des 90-Jahr-Jubiläums der Stadterhebung Herzogenburgs im Jahr 2017 wurde ein ca. 2,2 km langer, fast ebener Rundweg geschaffen, entlang dessen verschiedene Obstbäume und -sträucher gepflanzt wurden, von denen Du auch naschen darfst.
Start ist bei der Bahnstation Herzogenburg-Wielandsthal und zwar auf der in Fahrtrichtung St. Pölten gesehenen rechten, also der Stadt abgewandten Seite. Wenn Du mit dem Auto kommst parkst Du dieses am besten in der Schulgasse und gehst durch die Unterführung auf die andere Seite zur Josef-Haiden-Straße. Wenn Du zu Fuß von der Stadt kommst natürlich genauso.
Gleich auf der gegenüberliegenden Straßenseite findest Du die erste Informationstafel und eine Säulenpflaumenzeile.
Für alle Pflanzenarten gibt es auch kleinere, runde Informationstafeln, die Dich über Herkunft, Verwendung und natürlich auch Blüte- und Erntezeit informieren.
Neben den Bahngleisen (nicht auf dem Foto) findest Du übrigens verschiedene Johannisbeer-Variationen. Danach gehst Du die Josef-Haiden-Straße in Richtung Westen.
Entlang dieser durch eine Neubausiedlung verlaufenden Straße findest Du Apfelbeeren (Aronia) und Indianerbananen.
Am Ende der Straße biegst Du dann rechts ab.
Der Weg verläuft hier zwischen Feldern.
Der Weg führt Dich zur Station „Obstgarten en miniature“, wo Du die erste Rastbank findest sowie einige Apfel- und Birnbäume. Gleich vorweg: Die Bäume sind zum Teil noch zu jung, um Früchte zu tragen.
Der Weg macht dann eine Linkskurve. Linkerhand siehst Du zahlreiche Fruchsträucher.
Beim Bahnübergang biegst Du dann links in die L111 Herzogenburger Straße ein.
Entlang des Straßenbegleitwegs wurden verschiedene Sanddorn-Variationen gepflanzt.
Vor den Häusern biegst Du dann links ab.
Der Asphaltweg geht nach dem letzten Haus in einen Grasweg über.
Über die Station „Prärie-Kirschen in Gesellschaft“ kommst Du zur Nuss-Maroni-Mandel-Allee, die kurz nach dem Begin eine Rechtskurve macht.
Am Ende der Allee findest Du ein Gewächshaus.
Ein Blick hinein ist erlaubt.
Dann biegst Du links in den querenden Weg ein und gehst in Richtung Süden weiter.
Du stößt dann auf den Rastplatz „Alte Rebschule“. Rund um das alte Wegkreuz wurden zahlreiche Zwetschgen (Pflaumen) gepflanzt.
Danach gehst Du geradeaus weiter in Richtung Süden.
Schließlich kommst Du zu einer scharf links abzweigenden Straße, in die Du einbiegst.
Linkerhand siehst Du eine wunderschöne Blumenwiese mit der Station „Birne trifft Mehlbeere“ und gleich daran angrenzend die Station „Pfirsich, Marille & Co.“.
Auch Baumpatenschaften sind möglich. Zahlreiche Herzogenburger*innen haben bereits die Gelegenheit genutzt, ihren Jubilar*innen zum Geburtstag ein – wie die Stadtgemeinde es nennt – „verwurzeltes Zeichen zu setzen“.
Die Kellergasse geht dann in die asphaltierte Blauensteinerstraße über und führt wieder durch Siedlungsgebiet.
Auch entlang der Straße findest Du weitere essbare Pflanzen wie Apfeldorn, Zwergmandeln, Zwergweichseln oder Zwergmehlbeeren.
Vor dem Bahnübergang biegst Du dann links ab.
Dann gehst Du in der den Bahngleisen entlang führenden Erich-Sulzer-Straße bis zur Haltestelle vor.
Wichtiger Hinweis: Wie in Mitteleuropa üblich tragen auch die Pflanzen entlang der Strecke nicht ganzjährig Früchte. Da die Bäume und Sträucher erst in den letzten Jahren gepflanzt wurden und laufend neue dazu kommen, gibt es auch einige, die noch zu jung sind, um Früchte zu tragen. Verschiedene Pflanzen tragen auch zu verschiedenen Zeiten Früchte. Es kann nicht nur, es wird sogar vorkommen, dass Du nicht von allen Früchten kosten darfst. Sei daher bitte nicht enttäuscht. Die Früchte sind übrigens auch ausschließlich zum Betrachten und Kosten bestimmt und nicht dafür, dass Du Dir gratis den Bauch vollschlägst oder sie gar für die Weiterverarbeitung mit nach Hause nimmst.

Der Weg ist auf jeden Fall fast eben und leicht bewältigbar. Vor allem aber ist er abwechslungsreich, sehr interessant und er lädt dazu ein, ihn durch den Jahreskreis hindurch immer wieder zu gehen, um erst im Frühling alle Blüten und dann im Sommer und Herbst alle Früchte kennen zu lernen. Auch für Kinder ist die Strecke sehr spannend.

Achtung! Auch wenn die Strecke mit ca. 2,2 km nicht besonders lang und noch dazu eben ist, empfehle ich Dir, wegen der vielen Stationen mindestens eine bis eineinhalb Stunden einzuplanen.

Quick Facts:

Weglänge: ca. 2,2 km
Dauer: ca. 01:00
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 15 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 15 m
Kinderwagentauglich: ja
Für Nordic Walking geeignet: ja
GPS-Daten: Downloadbergfex.
Öffentliche Verkehrsmittel: Bahn-Haltestelle Herzogenburg-Wielandsthal, Bushaltestelle Herzogenburg-Schulen
Offizielle Beschreibungen: mostviertel.at, herzogenburg.at