↔ 1,9 km | ↑ 50 m | ↓ 50 m | ↕ 32 m | ●○○○○ | 00:30

Als Ausgangspunkt für diesen historisch interessanten Spaziergang habe ich die Berufsschule Mattersburg gewählt. Direkt vor der Schule befindet sich auch eine Bushaltestelle.

Von dort aus gehst Du auf der Bahnstraße in Richtung Westen.

Bereits an der nächsten Kreuzung befindet sich der Jüdische Friedhof. Hier biegst Du nun rechts auf die Wedekindgasse ab.
Am nördlichen Ende befindet sich das Eingangstor. Den Schlüssel erhältst Du am Gemeindeamt oder bei der Polizei.
Du kannst aber auch einfach über die Friedhofsmauer blicken. In Mattersburg (bis 1924 Mattersdorf genannt) wurden erstmals 1526 Juden genannt, der Friedhof besteht seit 1694. Ghetto, Synagoge und auch der Friedhof wurden in der NS-Zeit zerstört. Die über 500 jüdischen Einwohner:innen Mattersburg wurden vertrieben, viele von ihnen wurden in Konzentrationslagern ermordet. Aus den Grabsteinresten wurde nach dem Krieg eine Gedenkmauer errichtet. Später wurden dann noch symbolische Grabsteine aufgestellt.
Mattersdorf war eine von den “Siebengemeinden” – sieben alten jüdischen Gemeinden, die unter dem Schutz des Fürsten Esterházy standen. Einige Juden, die fliehen konnten, darunter Samuel Ehrenfeldt, der letzte Oberrabbiner von Mattersburg, gründeten in Jerusalem die Gemeinde Kirjat Mattersdorf.

Der Friedhofsmauer entlang gehst Du nun wieder zurück…

und biegst rechts in die Bahnstraße ein.
Bei der nächsten Kreuzung biegst Du links auf die Hochstraße ab.
Gleich danach biegst Du links auf die Kirchenstiege ab.
Alternativ kannst Du natürlich auch den im Zick-Zack verlaufenden barrierefreien Weg nehmen. Entlang dieses Weges befinden sich Steine mit Bibelzitaten.
Auf dem Weg siehst Du eine Pestsäule.
Durch das Tor betrittst Du schließlich das Kirchhofsgelände.
Von hier heroben hast Du einen wunderbaren Blick auf die Bezirkshauptstadt Mattersburg.
Vor der Pfarrkirche, die dem Hl. Martin geweiht ist (von dem sich der Name der Stadt ableitet), siehst Du eine Mariensäule aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhhunderts,…
sowie eine Säule mit der Figurengruppe der Hl. Anna Selbdritt, ebenfalls aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts.
Im Kirchhof befinden sich noch einige alte Gräber.
Durch das Tor auf der Ostseite verlässt Du den Kirchhof.
Dann biegst Du rechts ab…
und betrittst Du das Westtor den Friedhof.
In der Mitte des Friedhofs biegst Du rechts ab…
An der Friedhofskapelle vorbei…
verlässt Du das Friedhofsgelände…
und biegst rechts auf die Johann Nepomuk Berger-Straße ab.
An dieser befindet sich die Bergerkapelle, eine 1853 errichtete Gruftkapelle über der Gruft des Generalfeldzeugmeisters Johann Nepomuk Berger von der Pleisse.
Nach der Kapelle biegst Du rechts auf die Bergstraße ab…
und betrittst dann den links von Dir liegenden Soldatenfriedhof.
In diesem 1944 errichteten Friedhof fanden 2494 Wehrmachtssoldaten und 80 Kriegstote verschiedener Nationen ihre letzte Ruhe.
Im südlichen Teil des Geländes befindet sich der Neue Friedhof.
Auffällig sind hier die verschiedenen Arten von Urnengräbern.
An der Friedhofskapelle vorbei verlässt Du dann wieder das Gelände…
und biegst links in die Johann Nepomuk Berger-Straße ein.
Diese macht bei der Dir bereits bekannten Gruft ihres Namensgebers eine Rechtskurve…
und endet schließlich direkt vor der Berufsschule an der Bahnstraße, womit diese Runde in die Vergangenheit der Bezirkshauptstadt beendet ist.

Quick Facts:

Weglänge: ca. 1,9 km
Dauer: ca. 00:30
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 32 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 50 m
Kinderwagentauglich: ja
Für Nordic Walking geeignet: nein
GPS-Daten: Download
Öffentliche Verkehrsmittel: Bushaltestelle Mattersburg – Berufsschule; Fahrplanauskunft auf SCOTTY