Die erste von insgesamt 3 „tut gut“-Routen in Rohrendorf bei Krems ist eine etwa einstündige Rundwanderung, die auch durch Österreichs längste Kellergasse führt.

Start aller „tut gut“-Wanderungen in Rohrendorf ist beim Parkplatz am Beginn der „Viehtrift“ gegenüber der Westseite des Weinguts Sepp Moser, wo Du Dein Auto parken kannst. Für diese Wanderungen kannst Du aber auch gut mit Öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Die Haltestelle der Franz-Josefs-Bahn zwischen Wien und Krems ist auf der gegenüberliegenden Seite der Wiener Straße.

Gegenüber des Parkplatzes findest Du auch eine Informationstafel, die über die „tut gut“-Routen informiert. Hier solltest Du auch Flyer mit Wanderkarten finden, was ich Dir sehr empfehlen würde. Alternativ kannst Du natürlich auch die Karte abfotografieren oder meine Beschreibung ausdrucken.

Leider gibt es in Rohrendorf einen bislang noch nicht identifizierten, etwas seltsamen Scherzkeks, der gerne Wegweiser verdreht oder gar abmontiert.

Danach gehst Du die Viehtrift hoch bis zum Viehtrift-Heurigen. Gegenüber des Heurigens, auf der rechten Seite zweigt der Leimerweg ab, den Du dann folgst.

Noch ein wichtiger Hinweis zu den Tafeln: Die Tafeln in Rohrendorf sind (wenn sie nicht demontiert wurden) mit „Route 1“, „Route 2“ und „Route 3“ beschriftet. Wenn Du Tafeln mit farbigen Punkten siehst, ignoriere sie bitte, die farbigen Punkte haben in Rohrendorf anders als in anderen Orten NICHTS mit den Farben der „tut gut“-Routen zu tun!

Jetzt gehst Du auf dem Leimerweg weiter. Dieser ist nicht ganz so steil wie die Viehtrift und verläuft zuerst ostwärts, dann in nördliche Richtung.

Hier biegst Du dann rechts ab. Achtung! Die Wegbezeichnungen (Leimerweg, Kl. Paschingerweg etc.) sind nicht auf allen Karten übereinstimmend!

Unterwegs findest Du auch einige Bänke, die Du nutzen kannst, um zu entspannen und den Ausblick zu genießen!

Schließlich laufen Deine Route und der Viehtriftweg spitz aufeinander zu.

Hier gehst Du dann auf dem Viehtriftweg weiter in Richtung Norden.

Schließlich gelangst Du zur „Maria am Berg“. 

Dort biegst Du dann rechts in die Lindobelgasse, Österreichs längste Kellergasse, ein.

Die Lindobelgasse verläuft zuerst gerade in Richtung Westen, macht dann eine Rechtskurve und verläuft in Richtung Süden weiter. 

Die Kellergasse hat eine Länge von insgesamt ca. 1.650 Metern. Unter den 72 Weinkellern sind manche künstlerisch ausgestaltet.

Manche sind allerdings auch nur simple, in den Löss gehauene Kellerröhren.

Einige sind modernst ausgestattet und in perfektem Zustand.

Schließlich gelangst Du dann wieder ans untere Ende der Kellergasse, in der Du links eine Informationstafel findest.

Rechts findest Du das Denkmal für Lenz Moser III.  Lenz Moser III. führte in Niederösterreich die sogenannte Hochkultur, auch “Lenz-Moser-Erziehung” im Weinbau ein.

Die große und stark exportorientierte Weinkellerei Lenz Moser wurde Ende der 1980er-Jahre an die VOG-Gruppe verkauft, nachdem aufgrund des Weinskandals die österreichischen Weinexporte stark eingebrochen waren. Die Weinkellerei Lenz Moser selbst war übrigens nicht in den Skandal um mit Glykol gestreckte Weine involviert.

Dann ging es vorbei am Atriumhaus, das sich der Weinpionier Lenz Moser III. in den 1960er-Jahren nach römischen Vorbild erbauen ließ, zurück zum Parkplatz.

Der Sohn von Lenz Moser III., Sepp gründete nach dem Verkauf der Weinkellerei Lenz Moser das Weingut Sepp Moser, das heute von dessen Sohn Nikolaus als Demeter-zertifiziertes Bioweingut geführt wird.

Quick Facts:

Weglänge: ca. 3,5 km
Dauer: ca. 01:00
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 120 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 120 m
Kinderwagentauglich: ja
Für Nordic Walking geeignet: ja
GPS-Daten: auf wanderwege.noetutgut.at
Offizielle Beschreibung: wanderwege.noetutgut.at, dort dann auf Waldviertel > Rohrendorf bei Krems > Route 1

Siehe auch Beschreibung auf schmatz.blog!