↔ 5,0 km | ↑ 119 m | ↓ 119 m | ↕ 108 m | ●○○○○

Diese ungefähr anderthalbstündige Wanderung ist eine von zwei vom Stadtmarketing Krems entwickelten Weinbergwanderungen. Eine Karte kann hier heruntergeladen werden. Die Wanderung führt nur über asphaltierte bzw. gepflasterte Wege und ist somit barrierefrei, allerdings gibt es einige steilere Stellen.
Beide Runden, die zum Zeitpunkt meiner Begehung im März 2022 noch nicht beschildert waren, ist beim Steiner Tor. Das Tor, das als Wahrzeichen von Krems gilt, ist das einzige von einst vier Stadttoren, das heute noch existiert.
Am Stadtcafé Ulrich vorbei gehst Du dann den Stadtgraben hinauf.
Im Stadtgraben siehst Du die Willibrord-Kapelle. Diese wurde 1671 im Auftrag des Ratsherren, Kaufmanns und Büchsenmachers Ferdinand Werndl auf einem damals hier vor den Stadtmauern errichteten Friedhof, erbaut. Der Friedhof bestand übrigens noch bis 1903, heute dient die Kapelle den Altkatholiken als Kirche. Ob dieser Ferdinand Werndl mit der gleichnamigen Gründerfamilie der Steyr-Werke verwandt ist, ist mir leider nicht bekannt.
Ebenfalls im Stadtgraben befindet sich das Weingut Stadt Krems. 1452 gegründet, ist es eines der ältesten bestehenden Weingüter des Landes.
Vor dem Heurigen Müllner biegst Du links in die Alauntalstraße ein.
Eines der auffälligsten Gebäude entlang der Straße ist die ehemalige Herbert-Kaserne. Nachdem das österreichische Bundesheer die hier stationierten Einheiten bis 1974 komplett in die Raab-Kaserne Mautern verlegt hatte, zogen hier zwei Schulen, die HTL sowie die HLM/HLW ein.
Bei der Kreuzung mit der Gaswerkgasse bzw. der Kreuzbergstraße siehst Du bereits das SeneCura Sozialzentrum Krems Haus Dr. Thorwesten, im Volksmund kurz “Thorwestenheim” benannt. Dieses wurde nach Dr. Max Thorwesten benannt, der von 1969 bis 1976 Bürgermeister der Stadt Krems war.
Gleich nach diesem Gebäude biegst Du rechts auf den Kögelweg ab. Der Weg wird tatsächlich “Kögelweg” geschrieben, während die Weinriede stets “Kögl”, also ohne “e” geschrieben wird.
Dieser Weg führt nun steil in ebendiese Riede hinauf.
Schon bald hast Du einen schönen Blick auf den Campus Krems, der insgesamt drei Hochschulen, nämlich die Universität für Weiterbildung Krems – Donau-Universität, die IMC Fachhochschule Krems sowie die Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften beherbergt.
Kurz nach dem Ende des Ortsgebiets…
folgt eine langgezogene Rechtskurve.
Wenig später folgt dann noch eine Rechtskehre.
Nach einer Linkskurve verläuft der Weg dann fast eben und schmiegt sich sozusagen am Bergrücken entlang.
Bald hast Du dann auch eine schöne Sicht auf die Stadt Krems.
Der Kögelweg führt später sogar wieder bergab und endet schließlich an der Kreuzbergstraße, in die Du links einbiegst.
Nach einem kurzen Anstieg erreichst Du den “Viewpoint” Wachtberg. Dieser ist einer der schönsten Aussichtspunkte auf die Kremser Altstadt.
Gleich danach teilt sich die Straße, Du gehst hier rechts auf der bergab führenden Wachtbergstraße weiter und kommst so wieder ins Ortsgebiet.
Die Straße, die an zahlreichen Villen vorbeiführt, endet schließlich nach einer Linkskurve an der Schießstattgasse, in die Du rechts einbiegst.
Bei der Kreuzung mit dem Stadtgraben gehst Du geradeaus in der Wachtertorgasse weiter. Diese ist nach einem im 19. Jahrhundert abgerissenen Stadttor benannt.
Die Wachtertorgasse führt Dich zum Hohen Markt. Dieser Platz, der zu den ältesten in Krems gehört, ist im nördlichen Bereich von zwei Schulen geprägt. Auf der rechten Seite (Bild) das BG / BRG Piaristengasse, das auch über 150 Jahre nach seiner Umwandlung in ein staatliches Gymnasium im Volksmund noch immer “Piaristengymnasium” genannt wird. Zuvor wurde das Gymnasium von den Piaristen, noch früher von den Jesuiten geführt. Auf der linken seite die Mary Ward-Schulen. Diese sind nach Mary Ward, der Begründerin der Congregatio Jesu (sozusagen dem “weiblichen Pendant” der Societas Jesu, also der “Jesuiten”) benannt. Früher wurden Orden, Schwestern und auch Schule meist einfach “Englische Fräulein” genannt.
Du gehst dann links am sogenannten Herkulesbrunnen vorbei. Die Statue wurde 1682 auf dem Täglichen Markt errichtet und 1842 auf den Hohen Markt umgesiedelt.
Diese endet dann beim Simandlbrunnen an der Unteren Landstraße, in die Du dann rechts einbiegst. Um den Simandl ranken sich zahlreiche Sagen.
Nachdem Du dann den westlichen Teil der Unteren Landstraße und die Obere Landstraße – somit die ganze Kremser Fußgängerzone mit ihren zahlreichen Geschäften, Boutiquen und Kaffeehäusern durchquert hast, gelangst Du wieder zum Steiner Tor.

Quick Facts:

Weglänge: ca. 5,0 km
Dauer: ca. 01:30
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 108 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 119 m
Kinderwagentauglich: ja
Für Nordic Walking geeignet: ja
GPS-Daten: Download
Öffentliche Verkehrsmittel: Stadtbus Linie 1 oder 4 bis Steiner Tor; Fahrplanauskunft auf SCOTTY
Offizielle Informationen: Stadtmarketing Krems