Der Severin-Worel-Gedenkwanderweg wurde 2006 vom Historiker und Direktor der Volkshochschule Hietzing, Dr. Robert Streibel, dem Kunstpädagogen und heutigen Leiter des Kulturamts der Stadt Krems, Prof. MMag. Gregor Kremser und dem Kunstpädagogen Prof. Mag. Jochen Sengseis mit Unterstützung der Österreichischen Bundesforste errichtet.

Er erinnert an fünf Stationen an Severin Worel, der als Vorarbeiter rund 40 jüdische Zwangsarbeiter bei der Forstarbeit beaufsichtigen musste. Gegen Ende des 2. Weltkriegs sollten die Zwangsarbeiter erschossen werden. Severin Worel versuchte die SS von der Wichtigkeit der Arbeitskräfte überzeugen und schickte die Zwangsarbeiter schließlich in den Wald, wo sie dann die Befreiung durch die Rote Armee abwarteten. Alle Zwangsarbeiter haben überlebt.

Dein Auto parkst Du am besten beim Gemeindeamt von Droß. Dort befindet sich auch die Postbus-Haltestelle.
Die Wanderung startet beim Schloss gegenüber.
Hier findest Du die erste und auch fünfte (somit letzte) Station dieser Wanderung.
Vom Schloss gehst Du dann in Richtung Nordwesten in die Straße „Im Geißeck“.
Nach ca. 380 Metern teilt sich dann die Straße und Du gehst links in der Föhrenteichstraße weiter.
Die Straße führt in den Wald.
Gleich am Anfang des Waldes beginnt dann linkerhand der Föhrenteich.
Am Ende des Föhrenteichs, nach der kleinen Brücke, findest Du die zweite Gedenktafel.
Kurz danach biegst Du links auf den Waldweg ab.
Im Wald biegst Du dann links ab. Am besten, Du folgst jetzt der Beschilderung des „tut gut“-Schritteweges.
Nach etwa 260 Metern kommst Du dann aus dem Wald. Jetzt folgst Du dann nicht mehr dem Schritteweg, sondern gehst dem Waldrand entlang in Richtung SSW.
Nach ca. 340 Metern kommst Du zu einer Kreuzung.
Im von Dir aus gesehenen rechten, also südwestlichen Eck, findest Du bei der „Prügelfalle“ die 3. Station des Gedenkwanderwegs. Die Prügelfalle gehört übrigens zum Waldlehrpfad, den ich Dir ein anderes Mal vorstellen werde.
Danach gehst Du in Richtung OSO durch die Felder auf der Schotterstraße weiter.
Nach etwa 400 Metern zweigt links der Weg zur Jubiläumswarte ab. Mehr zu dieser Warte gibt es in diesem Beitrag.
Noch einmal ca. 310 Meter und Du bist bei einer Kreuzung. Hier biegst Du jetzt links ab und hältst Deine Augen offen.
Etwa fünfzig Meter nach der Kreuzung siehst Du dann rechterhand die 4. Station des Gedenkwanderwegs.
Danach folgst Du einfach dem Weg in Richtung NNO. Du siehst jetzt bereits das Schloss in der Ferne und kannst Dich praktisch nicht mehr verlaufen.
Kurz vor dem Schloss biegst Du links in die Schlossstraße ab und und gehst am Schloss entlang.
Dann bist Du auch schon wieder beim Ausgangspunkt der Wanderung.

Die etwa dreiviertelstündige Wanderung ist wandertechnisch relativ einfach. Bei der Orientierung ist nur das Stück durch den Wald ein bisschen eine Herausforderung, aber wie beschrieben kann man sich da an der Beschilderung des Schrittewegs orientieren. Übrigens passiert man auch beim wesentlich längeren Droßer Wanderweg D1 (siehe Beschreibung hier) alle Stationen bis auf die Station Nr. 4, zu der es aber nur ein Abstecher von ca. 50 m (in eine Richtung) ist.

Richtig spannend und interessant ist auf jeden Fall die Geschichte von Severin Worel. Leider ist nur wenig verbrieft. Zur Person des Forstarbeiters ist wenig bekannt, zu seinen Beweggründen gar nichts.

Hier noch einige Quellen:

Quick Facts:

Weglänge: ca. 3,3 km
Dauer: ca. 00:45
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 60 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 60 m
Kinderwagentauglich: nein
Für Nordic Walking geeignet: ja
GPS-Daten: Downloadbergfex
Öffentliche Verkehrsmittel: Bushaltestelle „Droß – Schloss“, Fahrplanauskunft über SCOTTY.

Diese Wanderung habe ich auch auf bergfex beschrieben!