Die Ortschaften Angern, Brunnkirchen und Thallern (heute Teile der Stadtgemeinde Krems an der Donau) sowie Oberfucha (Marktgemeinde Furth bei Göttweig) und Tiefenfucha (Marktgemeinde Paudorf) sind heute vor allem als idyllische Weinbauorte bekannt. Doch bis in die 1960er-Jahre wurde hier auch Bergbau betrieben, bis in die 1950er-Jahre bestand ein großes Ziegelwerk. Damit diese Geschichte nicht in Vergessenheit gerät, hat Leopold Koller mit Unterstützung von Prof. Dr. Thomas Müller im Jahr 2001 den Bergwerkgedenkweg ins Leben gerufen. Auf dieser neuneinhalb Kilometer langen Rundwanderung, für die Du rund 3 Stunden einplanen solltest, begibst Du Dich auf die Suche nach den zahlreichen Spuren des Bergbaus und der Ziegelerzeugung in dieser Region.
Die offiziellen Informationen und einen Folder zum Download findest Du auf www.bergwerkgedenkweg.at!
Die Wanderung beginnst Du am besten beim Weinhof Aufreiter in der Dorfstraße 34 in Krems-Angern.
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite, gleich bei der Bushaltestelle „Angern-Ort“ findest Du zwischen den Informationstafeln über den Weitwanderweg Kremstal-Donau (siehe Beschreibung hier) und den Marillen-Erlebnisweg (siehe Beschreibung hier) auch eine Informationstafel über den Bergwerggedenkweg.
Du gehst dann in der Dorfstraße in Richtung Osten.
Am (bald schon ehemaligen) Feuerwehrhaus…
siehst Du auch eine Abbildung der Hl. Barbara von Nikomedien, der Patronin der Bergleute. Eine Inschrift verweist auf den Bergbau in Angern.
Am Ende des Ortes biegst Du rechts ab und gehst die Römerstraße bergauf.
Du kommst dann zur „roten Villa“. Das Haus (Römerweg Nr. 107) gehörte einst dem Bergwerkbesitzer Baron von Poppe.
Danach gehst Du wieder zurück zur Dorfstraße und in dieser wieder ein Stück zurück in Richtung Westen.
Nach der Brücke biegst Du dann links ab.
Du gehst dann auf dem zuerst noch befestigten, nach wenigen Metern dann unbefestigten Weg durch den Leithen- oder Leithergraben. Ungefähr an der Stelle, an der der befestigte Weg in den unbefestigten übergeht, befindet sich auch die Gemeindegrenze zwischen Krems und Paudorf.
Du überquerst dann einmal das Bachbett.
Nach dem sich Dein Weg mit dem von links aus Krustetten kommenden Weg vereinigt hat, überquerst Du erneut das Bachbett.
Kurz danach kommst Du an den ersten Gebäuden von Tiefenfucha (Marktgemeinde Paudorf) vorbei.
Dann kommst Du zur L7098, die in diesem Bereich „Bachgasse“ heißt und überquerst diese. Auf der anderen Straßenseite gehst Du dann in der Kirchengasse weiter.
Du gehst dann an der Kapelle Tiefenfucha vorbei.
Nach dem Kriegerdenkmal biegst Du…
rechts in die Dorfstraße ein.
Diese endet an der Unteren Ortsstraße, in die Du links einbiegst.
Diese macht dann eine Rechtskurve.
Gleich darauf macht sie um das Gasthaus Tiefenböck eine Linkskurve und geht in die Obere Ortsstraße über.
Nach etwas mehr als hundert Metern dann das nächste Highlight der Wanderung.
Der Erinnerungsstollen, in den Du…
einen Blick werfen darfst.
Über ein Tonbandgerät erfährst Du näheres über den Bergbau.
Direkt an der Straße befindet sich beim Rastplatz eine Barbarastatue.
Direkt neben dem Stolleneingang befindet sich die Bergwerksquelle. Wie unschwer zu erkennen ist, ist das Wasser stark eisenhaltig.
Dann gehst Du auf dem rechts hinter der Quelle abzweigenden Güterweg bergauf.
Der Weg wird dann wieder flacher und linkerhand hast Du eine schöne Aussicht auf das Stift Göttweig.
Dort, wo heute Weingärten stehen, befanden sich früher Grubenfelder.
Der Weg endet dann beim Roten Kreuz, bei dem Du dann rechts abbiegst.
Du blickst dann geradeaus auf das Tullnerfeld und das Kraftwerk Theiß mit dem markanten rot-weiß-roten Schlot.
Bei der nächsten Weggabelung nimmst Du dann den linken Weg.
So kommst Du dann zur L7097, in die Du links einbiegst.
Kurz danach kommst Du dann wieder von Paudorfer auf Kremser Gemeindegebiet.
Vor der nächsten Wegkreuzung befindet sich linkerhand ein weiterer Schaustollen.
Danach biegst Du auf den links abzweigenden Weg ab.
Du kommst dann am Brandl-Kreuz, einem erst 2001 errichteten Bildstock, vorbei.
Am Ende des asphaltierten Weges gehst Du dann geradeaus auf dem Grasweg weiter.
Der Weg macht dann in den Weingärten eine Rechtskurve.
Dann führt er hinunter…
zu einer asphaltierten Straße, in die Du links einbiegst.
Dieser führt Dich zur L7100, in die Du rechts einbiegst.
Die Straße verläuft an der Grenze der Gemeinden Furth bei Göttweig und Krems an der Donau.
Schließlich kommst Du ins Ortsgebiet von Oberfucha, das zur Marktgemeinde Furth bei Göttweig gehört.
Vor der Kreuzung im Ort…
siehst Du linkerhand eine Schautafel, die über das bis in die 1950er-Jahre bestehende Ziegelwerk des Anton Springer informiert.
Vor dem Geyerhof biegst Du dann rechts ab.
Du kommst dann an der Dorfkapelle Oberfucha vorbei.
Gleich danach biegst Du links ab.
Vor den Weingärten biegst Du erneut links ab.
Bei der Weggabelung nimmst Du den rechten Weg.
Du gehst dann durch ein Waldstück.
Bei der nächsten Weggabelung gehst Du rechts in den Wald hinunter.
Irgendwo hier im Wald kommst Du dann auch wieder auf Kremser Gemeindegebiet.
Kurz nach einer Rechtskurve…
kommst Du zu einer kleinen Marienkapelle.
Kurz danach biegst Du links ab.
Du kommst dann in einen Weingarten, den Du durchquerst.
Über eine Treppe gehst Du dann in den nächsten Weingarten hinunter.
Quer durch diesen…
kommst Du in die Ortschaft Brunnkirchen, die zur Stadt Krems gehört. Du biegst dann links in die L114, die hier den Namen „Brunnkirchner Hauptstraße“ trägt ein. Nach etwa zwanzig Metern biegst Du dann rechts in die Brunnfeldgasse ab.
Du kommst dann an der Pfarrkirche (nicht abgebildet) und dem Kindergarten in der ehemaligen Volksschule vorbei. Interessanterweise ist Brunnkirchen das Pfarrzentrum für alle fünf Orte auf dem Bergwerkgedenkweg. Außerdem befindet sich in Brunnkirchen der einzige Kindergarten der südlich der Donau gelegenen Kremser Stadtteile.
Kurz nach der 1978 geschlossenen Volksschule biegst Du rechts in den Steinhagenweg ab.
Nach dem Ortsende von Brunnkirchen siehst Du linkerhand das sogenannte „Angerner Kapellerl“.
Kurz vor dem Ortsbeginn von Thallern siehst Du dann linkerhand das „Thallerner Kapellerl“.
In Thallern trägt die Straße dann den Namen „Oskar-Werner-Weg“, benannt nach dem Schauspieler Oskar Werner (1922-1984). Neben einem großzügigen Haus in Liechtenstein und einer Wohnung in Paris bewohnte der als exzentrisch bekannte Schauspieler auch ein Haus in Thallern, von wo aus er das „Oskar-Werner-Festival Wachau“ im damaligen Brauhof in Krems organisierte. Sein aufgrund seiner schweren Alkoholsucht desaströser Auftritt in Kleists „Prinz von Homburg“ im August 1983 sollte sein letzter bleiben…
Du kommst dann zur Thallerner Hauptstraße, in die Du links einbiegst. In der Nähe des Hauses Nr. 8 gab es im 18. Jahrhundert den ersten Bergbaubetrieb in dieser Gegend.
An der Ortskapelle vorbei…
kommst Du zum ehemaligen Milchhaus.
Links davon siehst Du ein Modell des Kohlenaufzuges von Thallern im Maßstab 1:4. Der Aufzug stand 1920 ungefähr 300 Meter weiter östlich.
Danach biegst Du rechts ab und gehst am Gasthaus Gusenbauer vorbei in der Thallerner Hauptstraße in Richtung Südosten.
Vor dem ehemaligen Gemeinde- und späteren Feuerwehrhaus teilt sich der Weg. Du gehst hier rechts in der Thallerner Hauptstraße weiter.
Direkt vor dem Gebäude erinnert eine Gedenktafel an den Bergbau.
Im Doppelhaus Thallerner Hauptstraße 46/48 befand sich einst die Bergwerksdirektion.
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite zweigt die Sonnenstraße ab. Der Hügel, den Du hier siehst, ist eine ehemalige Abraumhalde.
Kurz darauf zweigt rechts die Bergwerkgasse ab, über die Du einen Abstecher zum ehemaligen Maschinenhaus machen kannst.
An der Weggabelung befindet sich eine weitere Audiostation. Danach nimmst Du den linken Weg, die Alte Schmiedgasse.
Du kommst dann direkt von Thallern nach Angern. Über dem Ort siehst Du das Schloss Wolfsberg. Anfang des 19. Jahrhunderts befanden sich im Schloss eine Bergschule und Wohnungen für leitende Beamten. 1867-1881 befand sich das Schloss im Besitz des damaligen Bergwerksbesitzers, Ritter Heinrich von Drasche-Wartinberg. Bis heute folgten soweit ich weiß mindestens 15 weitere Besitzer… Weitere Infos zum Schloss findest Du auf burgen-austria.com.
Die Thallerner Hauptstraße endet dann in Angern an der Dorfstraße (L114), in die Du links einbiegst.
An der Barbara-Kapelle vorbei…
kommst Du dann wieder zum Ausgangspunkt Deiner Wanderung.

Quick Facts:

Weglänge: ca. 9,4 km
Dauer: ca. 03:00
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 130 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 170 m
Kinderwagentauglich: nein
Für Nordic Walking geeignet: nein
GPS-Daten: Download
Öffentliche Verkehrsmittel: Bushaltestelle Angern – Ort; Fahrplanauskunft auf SCOTTY
Offizielle Beschreibung: www.bergwerkgedenkweg.at