↔ 2,3 km | ↑ 5 m | ↓ 5 m | ↕ 3 m | ●●○○○ | 00:45
Möglichkeiten, den 32 Hektar großen Schlosspark rund um das Schloss Grafenegg zu erkunden, gibt es viele.
Diese 2,3 km lange Runde führt zu allen sechs in den Jahren 2008 bis 2020 im 32 ha großen Schlosspark im Rahmen von “Kunst im Park” installierten modernen Kunstwerken.

Die Runde beginnst Du am besten auf dem großen Parkplatz an der L45 westlich des Areals.
Durch das Wiener Tor gelangst Du in den Schlosspark.

Im Norden des Parks, also rechts von Dir, befindet sich die sogenannte Gutshofsiedlung, die aus (ehemaligen) Verwaltungs- und Wirtschaftsgebäuden besteht.
Das erste Gebäude beheimatet heute ein von Starkoch Toni Mörwald betriebenes Restaurant.

Bei der ersten Gelegenheit biegst Du links ab.

Du passierst den Cateringpavillon “Wolke 7”, der so wie der Wolkenturm von “THE NEXT ENTERPRISE ARCHITECTS” gestaltet wurde.

Bei der unmittelbar darauf folgenden Kreuzung gehst Du geradeaus weiter. Am Wolkenturm wirst Du später noch vorbeikommen!

Auch bei der nächsten Kreuzung gehst Du geradeaus weiter.

In der Kurve musst Du dann aber nach links blicken.

Dort siehst Du nämlich das sogenannte “Schwarze Tor”, durch das bis Mitte des 19. Jahrhunderts die zum Tode Verurteilten geführt wurden.
Der deutsche Künstler Manfred Pernice (*1963) hat darin 2010 das Betonobjekt “Tür und Tor” eingepasst.

Gleich nach der nächsten Kreuzung…

folgt linkerhand das namenlose Kunstwerk von Werner Feiersinger (*1966), einem Tiroler Bildhauer.

Das nächste Kunstwerk ist wieder ein modernes und zwar zu Deiner Linken und gar nicht so leicht zu entdecken.

Das Werk “Perroquets” der walisischen Künstlerin Bethan Huws (*1961) wurde 2008 errichtet. Mit dem aus Bronze gegossene Kleiderständer bezieht sie sich auf Marcel Duchamps Readymades.


Beim Hundegrab hältst Du Dich links.
Hier fanden die Schlosshunde Tschuri, für den das Denkmal errichtet wurde, sowie Bully (1899-1903), Teddy (1912-1919), Benji (1981-1985), Queeny (1986-1997), Tipsy (1989-2000) und Missy (2004-2015), für die Steintafeln in den Boden eingelassen wurden, ihre ewige Ruhe.
Ob die Schlossherren zwischen den hier verewigten Hunden keine anderen hatten oder ob die woanders begraben sind, entzieht sich leider meiner Kenntnis.

Bei der nächsten Kreuzung gehst Du geradeaus weiter und kommst…

zum Goldfischteich.

Bei diesem biegst Du links ab und gehst durch ein kleines Wäldchen.

Gleich danach siehst Du rechterhand das nächste moderne Kunstwerk: Das Künstlerkollektive “Little Warsaw” hat 2008 die “Balance Capsule” erschaffen, eine Westberliner Telefonzelle auf einer weißen Pyramide. Sie soll einen “Hinweis auf die komplexen Zusammenhänge von internationaler Diplomatie, Modernismus, Raumfahrt und Telekommunikation” geben.

Der Herzogteich, den Du gleich darauf passierst, ist der größte der drei Teiche im südlichen Teil des Schlossparks.

Du passierst über die moderne Brücke…

und die Ziegelbrücke aus dem 19. Jahrhunderts zwei Arme des Mühlkamps, durch die der Herzogteich be- bzw. entwässert wird.

Gleich nach der zweiten Brücke biegst Du links ab.

Bei der nächsten Kreuzung nimmst Du den rechten Weg,…

ebenso bei der übernächsten.

Kurz darauf musst Du links abbiegen,…

um unmittelbar danach den Mühlkamp zu überqueren.

Der Weg macht vor dem alten Pförtnerhaus eine Rechtskurve.

Danach stehst Du vor dem nächsten modernen Kunstwerk:
Der aus Massachusetts stammende, heute in Pennsylvania lebende Künstler Mark Dion (*1961) hat 2007 diesen “Buchsdom Tower” geschaffen, um die Gleichrangigkeit von Natur und Kultur zu demonstrieren.
Auch wenn es ungewöhnlich scheinen mag: Nicht der Turm ist historisch, sondern der Buchsbaum!

Bei der nächsten Kreuzung biegst Du links ab,…

bei der übernächsten gehst Du geradeaus weiter.

Jetzt gehst Du an der Nordseite des Schlosses entlang.

Bei der Schlossbrücke gehst Du geradeaus weiter.
Natürlich bietet es sich hier an, auch das Schloss zu besuchen. Dessen Geschichte geht bis ins Jahr 1435 zurück. 1848 bis 1888 wurde es im Stil des Romantischen Historismus umgebaut.

Linkerhand siehst Du dann auf der großen Wiese die nächste moderne Skulptur.
Die kosovarische, heute in Berlin lebende Künstlerin Flaka Haliti (*1982) hat die Marmorskulptur “Manufactured for the purpose of fainting (after screaming)” im Jahr 2020 geschaffen. Das Kunstwerk bezieht sich auf die auch als “Fainting Couches” (Ohnmachtssofa) bezeichnete Chaiselounge, auf denen sich bürgerliche Damen im 19. Jahrhunderts von Schwächeanfällen, möglichicherweise eine Folge der zu engen Korsette, erholten.

Im Graben rund um das Schloss leben übrigens Schafe, ebenso in den mit Elektrozäunen gesicherten Wiesen des Parks.

Nachdem Du das kleine Wäldchen passiert hast, stehst Du vor dem Wolkenturm.
Diese Freiluftbühne wurde 2007 von THE NEXT ENTERPRISE ARCHITECTS errichtet.
Der Wolkenturm ist ohne Zweifel die spektakulärste Spielstätte des seit 2007 jährlich stattfindenden Grafenegg Festivals, das binnen kürzester Zeit zu einem Fixpunkt des internationalen Sommerfestspielkalenders wurde. Jedes Jahr treten hier einige der besten Orchestren der Welt auf. Das Tonkünstler Orchester Niederösterreich ist hier jeden Sommer “Orchestra in Residence”. Seit 2022 hat das Jugendorchester der Europäischen Union seinen Sitz in Grafenegg.

Gleich danach kommst Du zu der Dir bereits bekannten “Wolke 7”. Hier biegst Du nun links ab.

Vor dem Auditorium biegst Du rechts in den quer verlaufenden Weg ein.
Das Auditorium wurde übrigens 2008 errichtet und von schröder schulte-ladbeck und Dieter Irresberger geplant.
Links vom Auditorium befindet sich die 1841 bis 1845 errichtete Reitschule, die schon seit vielen Jahrzehnten als Konzertsaal dient. 2024 wurde mit dem Umbau der Reitschule und der Errichtung des Rudolf-Buchbinder-Saals begonnen. 2006 soll dann die Eröffnung erfolgen. Für die Umsetzung verantwortlich sind die Architekten Maurer & Partner.

Gleich nach dem Restaurant bist Du schließlich wieder beim Wiener Tor.
Quick Facts:
Weglänge: ca. 2,3 km
Dauer: ca. 00:45
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 3 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 5 m
Kinderwagentauglich: ja
Für Nordic Walking geeignet: nein
GPS-Daten: Download
Öffentliche Verkehrsmittel: Bushaltestelle Haitzendorf Obere Ortsstraße (Runde muss dann über das Kremser Tor begonnen werden); Fahrplanauskunft auf SCOTTY
Weitere Informationen: grafenegg.com
ACHTUNG! An Tagen mit Konzerten im Wolkenturm darf der Park ab drei Stunden vor Konzertbeginn nur mit gültiger Konzertkarte besucht werden!


















