↔ 4,5 km | ↑ 10 m | ↓ 10 m | ↕ 3 m | ●●○○○ | 01:15

Die Runde beginnst Du am besten auf dem großen Parkplatz an der L45 westlich des Areals.
Durch das Wiener Tor gelangst Du in den Schlosspark.

Im Norden des Parks, also rechts von Dir, befindet sich die sogenannte Gutshofsiedlung, die aus (ehemaligen) Verwaltungs- und Wirtschaftsgebäuden besteht.
Das erste Gebäude beheimatet heute ein von Starkoch Toni Mörwald betriebenes Restaurant.

An dieses Gebäude schließt gleich das 2008 errichtete, von schröder schulte-ladbeck und Dieter Irresberger geplante Auditorium.
2008 ist übrigens das Jahr, in dem der Schlosspark, der genau 200 Jahre zuvor erstmals erwähnt wurde, einer großen Revitalisation unterzogen wurde.

Gleich darauf folgt die 1841 bis 1845 errichtete Reitschule, die schon seit vielen Jahrzehnten als Konzertsaal dient. 2024 wurde mit dem Umbau der Reitschule und der Errichtung des Rudolf-Buchbinder-Saals begonnen. 2006 soll dann die Eröffnung erfolgen. Für die Umsetzung verantwortlich sind die Architekten Maurer & Partner.

Linkerhand blickst Du bereits zum Wolkenturm. An diesem wirst Du aber noch vorbeikommen.

Kurz darauf vereint sich der Weg mit einem von rechts kommenden. Links von Dir siehst Du bereits das Schloss.

Im Alten Stierstall des Meierhofs ist heute die Winelounge Grafenegg (früher “Vinothegg”) untergebracht.

Danach passierst Du das Pöschl-Denkmal, das an den 1929 von einem Einbrecher grausam ermordeten Gendarmen Emil Pöschl erinnert.

Die Johann-Nepomuk-Kapelle wurde 1744 von einem Anton Dietrich errichtet. Ob dieser mit dem gleichnamigen Bildhauer aus dem 19. Jahrhundert verwandt ist, weiß ich leider nicht.

Du gehst nun geradeaus weiter…

und kommst an der Alten Mühle vorbei.

Das Gebäude mag zwar fast schon baufällig wirken, die Technik dahinter ist jedoch topmodern. 2004-06 wurde die Mühle am Mühlkamp zu einem Kleinkraftwerk umgebaut und liefert seitdem jährlich rund 360 MWh sauberen Strom.

Nachdem Du den Mühlkamp überquert hast, musst Du durch das (normalerweise rund um die Uhr geöffnete) Tor gehen.

Im nicht öffentlich zugänglichen Bereich zu Deiner Rechten befindet sich ein alter Schüttkasten.

Nach dem Pförtnerhaus…

kommst Du zum Kremser Tor. Hier drehst Du nun um…

und gehst wieder in Richtung Schloss zurück.

Dafür musst Du natürlich wieder das Tor passieren.

Bei der nächsten Wegkreuzung biegst Du rechts ab.

Du kommst jetzt ganz nah an das Schloss heran, biegst aber vorher rechts ab.

Bei der nächsten Kreuzung biegst Du erneut rechts ab.

Nun siehst Du linkerhand das erste im Rahmen von “Kunst im Park” errichtete Kunstwerk.
Der aus Massachusetts stammende, heute in Pennsylvania lebende Künstler Mark Dion (*1961) hat 2007 diesen “Buchsdom Tower” geschaffen, um die Gleichrangigkeit von Natur und Kultur zu demonstrieren.
Auch wenn es ungewöhnlich scheinen mag: Nicht der Turm ist historisch, sondern der Buchsbaum!

Der Weg macht dann eine Linkskurve, führt als nicht zum Kremser Tor.

Gleich nach der Brücke über den Mühlkamp…

musst Du rechts abbiegen.

Bei der darauffolgenden Kreuzung biegst Du links ab.

Der Weg schlängelt sich jetzt an vielen – zum Teil exotischen – Bäumen und Pflanzen vorbei, an Wiesen entlang und durch kleine Wäldchen.

Bei der nächsten Kreuzung gehst Du wieder links.

Jetzt hast Du wieder einmal einen schönen Blick auf das Schloss.

Rechterhand erblickst Du die alte Ziegelbrücke aus dem 19. Jahrhundert.

Bei der nächsten Kreuzung biegst Du rechts ab…

und überquerst auf dieser Brücke einen Nebenarm des Mühlkamps.

Dieser speist den Herzogteich, den größten der drei Teiche im südlichen Teil des Schlossparks.

Gleich darauf gehst Du auf der Brücke über einen weiteren (wohl den Teich entwässernden) Arm des Mühlkamps.

Danach biegst Du links ab…

und hast nun einen schönen Blick über den gesamten Teich.

Gleich auf den Herzogteich folgt das nächste moderne Kunstwerk: Das Künstlerkollektive “Little Warsaw” hat 2008 die “Balance Capsule” erschaffen, eine Westberliner Telefonzelle auf einer weißen Pyramide. Sie soll einen “Hinweis auf die komplexen Zusammenhänge von internationaler Diplomatie, Modernismus, Raumfahrt und Telekommunikation” geben.

Danach gehst Du geradeaus weiter, auf dem nicht ganz so dunklen Weg durch das Wäldchen.

Nachdem Du das Wäldchen wieder verlassen hast, kommst Du zum Goldfischteich. Hier biegst Du erst einmal rechts ab.

Dann nimmst Du den links abzweigenden Weg.

Über den ebenfalls links abzweigenden Pfad…

besteigst Du den Napoleon-Hügel. Tatsächlich soll der französische Kaiser Grafenegg im Jahre 1809 nach der Schlacht bei Wagram zweimal besucht haben. Diese fand übrigens bei Deutsch-Wagram im Weinviertel statt und nicht bei der von Grafenegg aus sichtbaren Geländekante, die auch dem benachbarten Weinbaugebiet ihren Namen gegeben hat.

Von oben hast Du einen schönen Blick auf den Goldfischteich.

Über Treppen gehst Du schließlich wieder zur Wiese hinunter, überquerst diese und biegst rechts in den Weg ein.

An dessen Ende biegst Du rechts in den quer verlaufenden Weg ein.

Auch bei der nächsten Kreuzung nimmst Du wieder den rechten Weg,…

genauso bei der übernächsten.

In der nun folgenden Linkskurve hast Du wieder einen schönen Blick zum Schloss.

Vor einer Rechtskurve musst Du dann scharf links abbiegen.

Dieser vergleichsweise schmale Weg…

endet an einem quer verlaufenden Weg, in den Du rechts einbiegst.

Kurz darauf passierst Du den Blutbuchenteich, benannt nach der mächtigen Blutbuche dahinter. Der Teich selbst ist mit Schilf und Seerosen bewachsen und ein wahres Paradies für viele laut quakende Frösche.

Am Ende des Weges biegst Du rechts in den quer verlaufenden Weg ein.

Dieser führt am Mitte des 18. Jahrhunderts errichteten Gartenpavillon vorbei. Im 19. Jahrhundert wurde dieser als Theatergebäude genützt.

Danach gehst Du bei der Kreuzung geradeaus weiter.

Linkerhand siehst Du dann wieder den “Buchsdom Tower”.

Die nächste Kreuzung kennst Du bereits. Hier biegst Du nun rechts ab.

Auch bei der nächsten Kreuzung biegst Du rechts ab…

und gehst dann an der westlichen Seite des Schlosses entlang.

Im Graben leben übrigens Schafe, ebenso in den mit Elektrozäunen gesicherten Wiesen des Parks.

Am Ende der Schlossmauer biegst Du links ab.

Bei meinem Besuch im Mai 2025 haben nebenan ebenfalls Schafe geweidet. Bei Deinem Besuch können sie natürlich in einem ganz anderen Teil des riesigen Schlossparks untergebracht sein.

Rechterhand siehst Du etwas später den ehemaligen Eiskeller.

Am östlichen Ende des Schlosses biegst Du rechts ab, entfernst Dich also wieder vom Schloss.

Wenig später kommst Du zu einer Kreuzung, bei der Du geradeaus weitergehst.


Beim Hundegrab biegst Du dann links in den quer verlaufenden Weg ein.
Hier fanden die Schlosshunde Tschuri, für den das Denkmal errichtet wurde, sowie Bully (1899-1903), Teddy (1912-1919), Benji (1981-1985), Queeny (1986-1997), Tipsy (1989-2000) und Missy (2004-2015), für die Steintafeln in den Boden eingelassen wurden, ihre ewige Ruhe.
Ob die Schlossherren zwischen den hier verewigten Hunden keine anderen hatten oder ob die woanders begraben sind, entzieht sich leider meiner Kenntnis.

Das nächste Kunstwerk ist wieder ein modernes und zwar zu Deiner Rechten und gar nicht so leicht zu entdecken.

Das Werk “Perroquets” der walisischen Künstlerin Bethan Huws (*1961) wurde 2008 errichtet. Mit dem aus Bronze gegossene Kleiderständer bezieht sie sich auf Marcel Duchamps Readymades.

Gleich darauf folgt, fast direkt am Weg und unübersehbar, das namenlose Kunstwerk von Werner Feiersinger (*1966), einem Tiroler Bildhauer.

Bei der nächsten Kreuzung gehst Du geradeaus weiter. In der danach folgenden Kurve…

siehst Du das sogenannte “Schwarze Tor”, durch das bis Mitte des 19. Jahrhunderts die zum Tode Verurteilten geführt wurden.
Der deutsche Künstler Manfred Pernice (*1963) hat darin 2010 das Betonobjekt “Tür und Tor” eingepasst.

Bei der nächsten Kreuzung biegst Du links ab.

Du überquerst dann den Feuerwehr- und Rettungsaufstellplatz…

und biegst dann rechts ab,…

um den Wolkenturm zu betreten. Diese Freiluftbühne wurde 2007 von THE NEXT ENTERPRISE ARCHITECTS errichtet.
Der Wolkenturm ist ohne Zweifel die spektakulärste Spielstätte des seit 2007 jährlich stattfindenden Grafenegg Festivals, das binnen kürzester Zeit zu einem Fixpunkt des internationalen Sommerfestspielkalenders wurde. Jedes Jahr treten hier einige der besten Orchestren der Welt auf. Das Tonkünstler Orchester Niederösterreich ist hier jeden Sommer “Orchestra in Residence”. Seit 2022 hat das Jugendorchester der Europäischen Union seinen Sitz in Grafenegg.

Nachdem Du den Wolkenturm wieder verlassen hast…

biegst Du links ab.

Durch das Wäldchen…


Rechterhand siehst Du dann das letzte moderne Kunstwerk von “Kunst im Park”. Die kosovarische, heute in Berlin lebende Künstlerin Flaka Haliti (*1982) hat die Marmorskulptur “Manufactured for the purpose of fainting (after screaming)” im Jahr 2020 geschaffen. Das Kunstwerk bezieht sich auf die auch als “Fainting Couches” (Ohnmachtssofa) bezeichnete Chaiselounge, auf denen sich bürgerliche Damen im 19. Jahrhunderts von Schwächeanfällen, möglichicherweise eine Folge der zu engen Korsette, erholten.

Bei der Schlossbrücke biegst Du rechts ab.

Natürlich bietet es sich hier an, auch das Schloss zu besuchen. Dessen Geschichte geht bis ins Jahr 1435 zurück. 1848 bis 1888 wurde es im Stil des Romantischen Historismus umgebaut.

Vom Schloss gehst Du dann in Richtung Meierhof, also in Richtung Norden.

Rechterhand erblickst Du den Hochzeitsbrunnen.

Vor dem Meierhof biegst Du schließlich rechts ab,…

um an Reitschule, Auditorium und Restaurant vorbei wieder zum Wiener Tor zu gelangen.
Quick Facts:
Weglänge: ca. 4,5 km
Dauer: ca. 01:15
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 3 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 10 m
Kinderwagentauglich: ja
Für Nordic Walking geeignet: nein
GPS-Daten: Download
Öffentliche Verkehrsmittel: Bushaltestelle Haitzendorf Obere Ortsstraße (Runde muss dann über das Kremser Tor begonnen werden); Fahrplanauskunft auf SCOTTY
Weitere Informationen: grafenegg.com
ACHTUNG! An Tagen mit Konzerten im Wolkenturm darf der Park ab drei Stunden vor Konzertbeginn nur mit gültiger Konzertkarte besucht werden!


































