↔ 2,1 km | ↑ 5 m | ↓ 5 m | ↕ 3 m | ●○○○○ | 00:30

Die Runde beginnst Du am besten auf dem großen Parkplatz an der L45 westlich des Areals.
Durch das Wiener Tor gelangst Du in den Schlosspark.

Im Norden des Parks, also rechts von Dir, befindet sich die sogenannte Gutshofsiedlung, die aus (ehemaligen) Verwaltungs- und Wirtschaftsgebäuden besteht.
Das erste Gebäude beheimatet heute ein von Starkoch Toni Mörwald betriebenes Restaurant.

An dieses Gebäude schließt gleich das 2008 errichtete, von schröder schulte-ladbeck und Dieter Irresberger geplante Auditorium.
2008 ist übrigens das Jahr, in dem der Schlosspark, der genau 200 Jahre zuvor erstmals erwähnt wurde, einer großen Revitalisation unterzogen wurde.

Gleich darauf folgt die 1841 bis 1845 errichtete Reitschule, die schon seit vielen Jahrzehnten als Konzertsaal dient. 2024 wurde mit dem Umbau der Reitschule und der Errichtung des Rudolf-Buchbinder-Saals begonnen. 2006 soll dann die Eröffnung erfolgen. Für die Umsetzung verantwortlich sind die Architekten Maurer & Partner.

Linkerhand hast Du freie Sicht auf den Wolkenturm.
Diese Freiluftbühne wurde 2007 von THE NEXT ENTERPRISE ARCHITECTS errichtet.
Der Wolkenturm ist ohne Zweifel die spektakulärste Spielstätte des seit 2007 jährlich stattfindenden Grafenegg Festivals, das binnen kürzester Zeit zu einem Fixpunkt des internationalen Sommerfestspielkalenders wurde. Jedes Jahr treten hier einige der besten Orchestren der Welt auf. Das Tonkünstler Orchester Niederösterreich ist hier jeden Sommer “Orchestra in Residence”. Seit 2022 hat das Jugendorchester der Europäischen Union seinen Sitz in Grafenegg.

Kurz darauf vereint sich der Weg mit einem von rechts kommenden. Links von Dir siehst Du bereits das Schloss.

Im Alten Stierstall des Meierhofs ist heute die Winelounge Grafenegg (früher “Vinothegg”) untergebracht.

Hier biegst Du nun links ab.

Linkerhand siehst Du nun zuerst den Hochzeitsbrunnen,…

danach eine moderne, im Rahmen von “Kunst im Park” installierte Skulptur.
Die kosovarische, heute in Berlin lebende Künstlerin Flaka Haliti (*1982) hat die Marmorskulptur “Manufactured for the purpose of fainting (after screaming)” im Jahr 2020 geschaffen. Das Kunstwerk bezieht sich auf die auch als “Fainting Couches” (Ohnmachtssofa) bezeichnete Chaiselounge, auf denen sich bürgerliche Damen im 19. Jahrhunderts von Schwächeanfällen, möglichicherweise eine Folge der zu engen Korsette, erholten.

Vor der Schlossbrücke biegst Du rechts ab.
Natürlich bietet es sich hier an, auch das Schloss zu besuchen. Dessen Geschichte geht bis ins Jahr 1435 zurück. 1848 bis 1888 wurde es im Stil des Romantischen Historismus umgebaut.

Im Graben rund um das Schloss leben übrigens Schafe, ebenso in den mit Elektrozäunen gesicherten Wiesen des Parks.

Bei der nächsten Kreuzung gehst Du geradeaus weiter.

Hinter der Wiese zu Deiner Rechten kannst Du die Alte Mühle erblicken.
Das Gebäude mag zwar fast schon baufällig wirken, die Technik darin ist jedoch topmodern. 2004-06 wurde die Mühle am Mühlkamp zu einem Kleinkraftwerk umgebaut und liefert seitdem jährlich rund 360 MWh sauberen Strom.

Bei der nächsten Kreuzung nimmst Du den linken Weg.

Von der Kreuzung aus erblickst Du rechts das Kremser Tor und links ein weiteres modernes Kunstwerk. Der aus Massachusetts stammende, heute in Pennsylvania lebende Künstler Mark Dion (*1961) hat 2007 diesen “Buchsdom Tower” geschaffen, um die Gleichrangigkeit von Natur und Kultur zu demonstrieren.
Auch wenn es ungewöhnlich scheinen mag: Nicht der Turm ist historisch, sondern der Buchsbaum!

Kurz nach der nächsten Kreuzung, bei der Du geradeaus weitergehst…

kommst Du am Mitte des 18. Jahrhunderts errichteten Gartenpavillon vorbei. Im 19. Jahrhundert wurde dieser als Theatergebäude genützt.

Auch bei der nächsten Kreuzung gehst Du wieder geradeaus weiter,…

genauso bei der übernächsten.

Auf der Ziegelbrücke aus dem 19. Jahrhundert…

und eine weitere, moderne Brücke überquerst Du zwei Nebenarme des Mühlkamps, die…

den Herzogteig speisen bzw. entwässern. Der Herzogteich ist der größte der drei Teiche im südlichen Teil des Schlossparks.

Danach biegst Du links ab…

und hast nun einen schönen Blick über den gesamten Teich.

Gleich auf den Herzogteich folgt das nächste moderne Kunstwerk: Das Künstlerkollektive “Little Warsaw” hat 2008 die “Balance Capsule” erschaffen, eine Westberliner Telefonzelle auf einer weißen Pyramide. Sie soll einen “Hinweis auf die komplexen Zusammenhänge von internationaler Diplomatie, Modernismus, Raumfahrt und Telekommunikation” geben.

Danach gehst Du geradeaus weiter, auf dem nicht ganz so dunklen Weg durch das Wäldchen.

Nachdem Du das Wäldchen wieder verlassen hast, kommst Du zum Goldfischteich. Hier biegst Du rechts ab.

Danach gehst Du geradeaus weiter. Links würdest Du nach wenigen Metern zum Napoleonhügel kommen.


Beim Hundegrab biegst Du rechts ab.
Hier fanden die Schlosshunde Tschuri, für den das Denkmal errichtet wurde, sowie Bully (1899-1903), Teddy (1912-1919), Benji (1981-1985), Queeny (1986-1997), Tipsy (1989-2000) und Missy (2004-2015), für die Steintafeln in den Boden eingelassen wurden, ihre ewige Ruhe.
Ob die Schlossherren zwischen den hier verewigten Hunden keine anderen hatten oder ob die woanders begraben sind, entzieht sich leider meiner Kenntnis.

Das nächste Kunstwerk ist wieder ein modernes und zwar zu Deiner Rechten und gar nicht so leicht zu entdecken.

Das Werk “Perroquets” der walisischen Künstlerin Bethan Huws (*1961) wurde 2008 errichtet. Mit dem aus Bronze gegossene Kleiderständer bezieht sie sich auf Marcel Duchamps Readymades.

Gleich darauf folgt, fast direkt am Weg und unübersehbar, das namenlose Kunstwerk von Werner Feiersinger (*1966), einem Tiroler Bildhauer.

Bei der nächsten Kreuzung gehst Du geradeaus weiter. In der danach folgenden Kurve…

siehst Du das sogenannte “Schwarze Tor”, durch das bis Mitte des 19. Jahrhunderts die zum Tode Verurteilten geführt wurden.
Der deutsche Künstler Manfred Pernice (*1963) hat darin 2010 das Betonobjekt “Tür und Tor” eingepasst.

Bei der nächsten Kreuzung gehst Du geradeaus weiter.

Linkerhand blickst Du nun zum Wolkenturm.

Bei der nächsten Kreuzung, an der sich der Cateringpavillon “Wolke 7” befindet, der so wie der Wolkenturm von “THE NEXT ENTERPRISE ARCHITECTS” gestaltet wurde, gehst Du ebenfalls geradeaus weiter.

Natürlich kannst Du von hier aus auch einen Abstecher zum Wolkenturm machen.

Der Weg endet schließlich vor dem Auditorium. Jetzt brauchst Du nur noch rechts abbiegen…

und bist wieder beim Wiener Tor.
Quick Facts:
Weglänge: ca. 2,1km
Dauer: ca. 00:30
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 3 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 5 m
Kinderwagentauglich: ja
Für Nordic Walking geeignet: nein
GPS-Daten: Download
Öffentliche Verkehrsmittel: Bushaltestelle Haitzendorf Obere Ortsstraße (Runde muss dann über das Kremser Tor begonnen werden); Fahrplanauskunft auf SCOTTY
Weitere Informationen: grafenegg.com
ACHTUNG! An Tagen mit Konzerten im Wolkenturm darf der Park ab drei Stunden vor Konzertbeginn nur mit gültiger Konzertkarte besucht werden!

















