↔ 2,5 km | ↑ 5 m | ↓ 5 m | ↕ 3 m | ●○○○○ | 00:45
Bei Laufveranstaltungen wie dem Grafenegger Frauenlauf wird diese zweieinhalb Kilometer lange Strecke mehrfach durchlaufen. Sie eignet sich aber auch gut, um in rund einer Dreiviertelstunde einen großen Teil der Kunst- und Bauwerke im Schlosspark kennen zu lernen.

Start und Ziel befinden sich meistens beim Platz vor dem Wolkenturm. Wenn Du als Spaziergänger/in kommst, wirst Du wahrscheinlich vom Wiener Tor kommen.

Der Wolkenturm wurde 2007 von THE NEXT ENTERPRISE ARCHITECTS errichtet.
Der Wolkenturm ist ohne Zweifel die spektakulärste Spielstätte des seit 2007 jährlich stattfindenden Grafenegg Festivals, das binnen kürzester Zeit zu einem Fixpunkt des internationalen Sommerfestspielkalenders wurde. Jedes Jahr treten hier einige der besten Orchestren der Welt auf. Das Tonkünstler Orchester Niederösterreich ist hier jeden Sommer “Orchestra in Residence”. Seit 2022 hat das Jugendorchester der Europäischen Union seinen Sitz in Grafenegg.

Rechterhand erblickst Du hinter der Wiese die 1841 bis 1845 errichtete Reitschule, die schon seit vielen Jahrzehnten als Konzertsaal dient. 2024 wurde mit dem Umbau der Reitschule und der Errichtung des Rudolf-Buchbinder-Saals begonnen. 2006 soll dann die Eröffnung erfolgen. Für die Umsetzung verantwortlich sind die Architekten Maurer & Partner.
An dieses Gebäude schließt gleich das 2008 errichtete, von schröder schulte-ladbeck und Dieter Irresberger geplante Auditorium.
2008 ist übrigens das Jahr, in dem der Schlosspark, der genau 200 Jahre zuvor erstmals erwähnt wurde, einer großen Revitalisation unterzogen wurde.

Durch das Wäldchen…

gelangst Du zum Schloss.

Im Graben rund um das Schloss leben übrigens Schafe, ebenso in den mit Elektrozäunen gesicherten Wiesen des Parks.

Rechterhand siehst Du ein im Rahmen von “Kunst im Park” installiertes modernes Kunstwerk. Die kosovarische, heute in Berlin lebende Künstlerin Flaka Haliti (*1982) hat die Marmorskulptur “Manufactured for the purpose of fainting (after screaming)” im Jahr 2020 geschaffen. Das Kunstwerk bezieht sich auf die auch als “Fainting Couches” (Ohnmachtssofa) bezeichnete Chaiselounge, auf denen sich bürgerliche Damen im 19. Jahrhunderts von Schwächeanfällen, möglichicherweise eine Folge der zu engen Korsette, erholten.

Bei der Schlossbrücke gehst Du geradeaus weiter.

Wenn Du hier nur spazierst und nicht läufst bietet es sich jetzt an, auch das Schloss zu besuchen. Dessen Geschichte geht bis ins Jahr 1435 zurück. 1848 bis 1888 wurde es im Stil des Romantischen Historismus umgebaut.

Am Ende des Grabens biegst Du links ab…

und gehst an der westlichen Seite des Schlosses entlang weiter.

Rechterhand erblickst Du hinter der Wiese den Gartenpavillon. An diesem wirst Du später noch vorbeikommen.

Am südlichen Ende des Grabens gehst Du geradeaus weiter.

Nach ein paar leichten Kurven kommst Du kurz vor dem Goldfischteich zu einer Kreuzung, bei der Du rechts abbiegst.

Bei der nächsten Kreuzung gehst Du geradeaus weiter und…

gehst gleich darauf am Blutbuchenteich vorbei. Dieser ist nach der mächtigen Blutbuche hinter ihm benannt. Der Teich selbst ist mit Schilf und Seerosen bewachsen und ein wahres Paradies für viele laut quakende Frösche.

Am Ende des Weges biegst Du rechts in den quer verlaufenden Weg ein.

Dieser führt am Mitte des 18. Jahrhunderts errichteten Gartenpavillon vorbei. Im 19. Jahrhundert wurde dieser als Theatergebäude genützt.

Danach biegst Du links ab.

Du gehst danach erst geradeaus weiter in das Wäldchen…

und biegst bei der darauffolgenden Kreuzung links ab.

Auch bei der nächsten Kreuzung musst Du wieder links abbiegen.

Rechterhand erblickst Du die alte Ziegelbrücke aus dem 19. Jahrhundert.

Bei der nächsten Kreuzung biegst Du rechts ab…

und überquerst auf dieser Brücke einen Nebenarm des Mühlkamps. Dieser speist den Herzogteich, den größten der drei Teiche im südlichen Teil des Schlossparks.

Gleich darauf gehst Du auf der Brücke über einen weiteren (wohl den Teich entwässernden) Arm des Mühlkamps.

Danach biegst Du links ab…

und hast nun einen schönen Blick über den gesamten Teich.

Gleich auf den Herzogteich folgt das nächste moderne Kunstwerk: Das Künstlerkollektive “Little Warsaw” hat 2008 die “Balance Capsule” erschaffen, eine Westberliner Telefonzelle auf einer weißen Pyramide. Sie soll einen “Hinweis auf die komplexen Zusammenhänge von internationaler Diplomatie, Modernismus, Raumfahrt und Telekommunikation” geben.

Danach gehst Du geradeaus weiter, auf dem nicht ganz so dunklen Weg durch das Wäldchen.

Nachdem Du das Wäldchen wieder verlassen hast, kommst Du zum Goldfischteich. Hier biegst Du rechts ab, danach gehst Du geradeaus auf dem Hauptweg weiter.


Beim Hundegrab biegst Du rechts ab.
Hier fanden die Schlosshunde Tschuri, für den das Denkmal errichtet wurde, sowie Bully (1899-1903), Teddy (1912-1919), Benji (1981-1985), Queeny (1986-1997), Tipsy (1989-2000) und Missy (2004-2015), für die Steintafeln in den Boden eingelassen wurden, ihre ewige Ruhe.
Ob die Schlossherren zwischen den hier verewigten Hunden keine anderen hatten oder ob die woanders begraben sind, entzieht sich leider meiner Kenntnis.

Das nächste Kunstwerk ist wieder ein modernes und zwar zu Deiner Rechten und gar nicht so leicht zu entdecken.

Das Werk “Perroquets” der walisischen Künstlerin Bethan Huws (*1961) wurde 2008 errichtet. Mit dem aus Bronze gegossene Kleiderständer bezieht sie sich auf Marcel Duchamps Readymades.

Gleich darauf folgt, fast direkt am Weg und unübersehbar, das namenlose Kunstwerk von Werner Feiersinger (*1966), einem Tiroler Bildhauer.

Bei der nächsten Kreuzung gehst Du geradeaus weiter. In der danach folgenden Kurve…

siehst Du das sogenannte “Schwarze Tor”, durch das bis Mitte des 19. Jahrhunderts die zum Tode Verurteilten geführt wurden.
Der deutsche Künstler Manfred Pernice (*1963) hat darin 2010 das Betonobjekt “Tür und Tor” eingepasst.

Bei der nächsten Kreuzung gehst Du geradeaus weiter.

Bei der nächsten Kreuzung, an der sich der Cateringpavillon “Wolke 7” befindet, der so wie der Wolkenturm von “THE NEXT ENTERPRISE ARCHITECTS” gestaltet wurde, biegst Du links ab.

So kommst Du wieder zum Wolkenturm.

Wenn Du noch Zeit hast, bietet sich jetzt natürlich an, diesen zu besichtigen.
Quick Facts:
Weglänge: ca. 2,5 km
Dauer: ca. 00:45
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 3 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 5 m
Kinderwagentauglich: ja
Für Nordic Walking geeignet: nein
GPS-Daten: Download
Öffentliche Verkehrsmittel: Bushaltestelle Haitzendorf Obere Ortsstraße (Runde muss dann über das Kremser Tor begonnen werden); Fahrplanauskunft auf SCOTTY
Weitere Informationen: grafenegg.com
ACHTUNG! An Tagen mit Konzerten im Wolkenturm darf der Park ab drei Stunden vor Konzertbeginn nur mit gültiger Konzertkarte besucht werden!



















