Der halbstündige Sachsenbergweg ist die kürzeste der von der Wandergruppe Hadersdorf entwickelten und beschilderten Wanderwege.

Apropos beschildert: Der Sachsenbergweg ist ein Rundwanderweg und ist gegen den Uhrzeigersinn beschildert. Die Wandkarte „Wandern in der Region Kamptal-Manhartsberg. Millionen Jahre jung“ beschreibt den Wanderweg (als Wanderweg Nr. 41) im Uhrzeigersinn. 

Hier auf Weinbergwandern.at ist die Wanderung entsprechend der Beschilderung gegen den Uhrzeigersinn beschrieben.

Start der Wanderung ist bei der B35. Ich habe für die GPS-Daten die Informationstafel gewählt. Wenn Du mit der Bahn kommst, nimmst Du einfach den Bahnhof als Ausgangspunkt, wenn Du mit dem Bus kommst die direkt an der B35 gelegene Haltestelle „Hadersdorf am Kamp Bahnhof“. 

Wenn Du mit dem Auto kommst darfst Du dieses nicht bei den großzügigen P+R-Anlagen der ÖBB parken, denn das ist den Bahnfahrer*innen vorbehalten und Du musst hohe Strafen zahlen, wenn Du ohne Bahnkarte angetroffen wirst. Besser Du parkst gegenüber, also bei den Weinkellern auf der westlichen Seite. Da du auf dieser Vorrangstraße auch nicht links zufahren darfst ist es besser, wenn Du – falls Du von Krems kommst – über Langenlois und Kammern anfährst und nicht über Rohrendorf und Gedersdorf. Bitte beachte aber auch hier, dass Du keine Zufahrten und Eingänge verparkst. Entlang der Weinkellerei Toifl besteht übrigens Parkverbot. Gar nicht so einfach!

Einfacher ist da schon der Weg. Du gehst einfach noch ein Stück Richtung Norden und biegst dann in die von der Informationstafel aus gezählte erste Straße links ab.

Du gehst ein Stückchen bergauf und biegst dann rechts ab.

Im Eck siehst Du dann das erste Marterl. Wenn ich richtig gezählt habe, wirst Du auf der ca. 2 Kilometer langen Wanderung insgesamt 8 Bildstöcke und Statuen, 1 Grenzstein und 1 Kapelle sehen.

Rechterhand siehst Du dann auch zum Ortskern von Hadersdorf.

Bald darauf kommst Du zu einer Weggabelung, bei der Du dann links abbiegen wirst.

Rechterhand siehst Du die Weinbergkapelle.

Linkerhand die „Sachsenberg-Statue“, eine Christus-Figur mit Segensgestus.

Das Postament trägt die Inschrift „Ich bin / immer / unter / euch / 1683V.V.H.K.1983“ und dabei sind wir auch schon bei der Herkunft des Namens „Sachsenberg“. In dieser Gegend von Hadersdorf sammelte sich während der Zweiten Wiener Türkenbelagerung im Jahr 1683 ein Entsatzheer, das wohl hauptsächlich aus Sachsen bestand.

Mehr dazu im Wikipedia-Artikel über die Gedenkstätte Sachsenberg, die jedoch leider nicht an der Strecke liegt.

Der Weg macht dann eine Linkskurve, in der Du wieder ein Marterl sehen wirst.

Der Weg führt erst durch Gärten…

dann in den Wald, wo Du dann die Treppen links hinaufgehen musst. 

So wie es für mich ausgesehen hat, werden die Treppen und der Weg auch zur Entwässerung genutzt. Auf jeden Fall sahen die unteren Treppen wie ein Wasserfall aus und der Pfad darüber stand bis zu 10 Zentimeter unter Wasser. Es ist daher wohl besser, diese Wanderung nicht nach Regenfällen, bei und direkt nach der Schneeschmelze und bei Minustemperaturen zu gehen.

Wenn Du aus dem Waldstückchen herauskommst, stehst Du vor einer Wiese und gehst rechts über die Wiese bis Du zu dieser Christusstatue gelangst.

Gleich danach stehst Du vor einer Straße, in die Du links einbiegst und nach einer auslaufenden Rechtskurve geradeaus in Richtung Südosten gehst. Der Weg führt übrigens genau entlang der Grenze zwischen der Stadtgemeinde Langenlois (rechts) und der Marktgemeinde Hadersdorf-Kammern (links)

Bei der ersten Kreuzung gehst Du geradeaus. Linkerhand würde es zur Gedenkstätte gehen.

Der Weg endet dann am Güterweg Redling, in den Du dann links einbiegen wirst, um wieder zur B35 zu kommen.

In der von Dir aus gesehenen rechten Ecke siehst Du einen etwas ungewöhnlichen Kellereingang.

Am Horizont erblickst Du die etwa 1,2 Kilometer entfernte Warte auf dem Gobelsberg, die ich hier beschrieben habe.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite siehst Du den Grenzstein, der die Grenze zwischen der Stadtgemeinde Langenlois und der Marktgemeinde Hadersdorf-Kammern markiert.

Du gehst jetzt auf jeden Fall in Richtung WNW den Güterweg hinunter.

Schließlich gelangst Du wieder zur B35. Die Bushaltestelle ist gleich gegenüber, wenn Du zum Bahnhof musst, musst Du jetzt rechts abbiegen und noch ein paar Meter gehen.

Um zur Infotafel zurückzugehen, biegst Du links ab.

Quick Facts:

Weglänge: ca. 2,1 km
Dauer: ca. 00:35
Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Punkt: ca. 15 m
Gesamter Auf-/Abstieg: ca. 15 m
Kinderwagentauglich: nein
Für Nordic Walking geeignet: ja
GPS-Daten: Downloadbergfex
Öffentliche Verkehrsmittel: Bahnhof Hadersdorf bzw. Bushaltestelle „Hadersdorf am Kamp – Bahnhof“; Fahrplanauskunft auf SCOTTY.

Diese Wanderung habe ich auch auf bergfex veröffentlicht!