Hast Du einen Neujahrsvorsatz gefasst? Ich schon! Ich möchte Dich zum Orientierungs-Profi machen, damit Du Dich bei Deinen Wanderungen immer gut zurechtfindest. Das ganze natürlich nicht mit einem einzelnen Artikel oder Video, sondern Schritt für Schritt über die nächsten Monate!

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Wer heute eine Wanderung plant, ein Restaurant sucht oder einfach wissen möchte, wo er gerade ist, greift meist ganz selbstverständlich zu digitalen Karten. Online-Kartendienste haben unseren Alltag in wenigen Jahren grundlegend verändert. Früher lagen Straßenatlanten im Auto, Wanderkarten im Rucksack und Stadtpläne in der Jackentasche. Heute genügt oft ein Smartphone oder ein Browserfenster.

Doch nicht alle Kartendienste funktionieren gleich. Manche sind stark auf Autofahrer ausgerichtet, andere auf Wanderer, Radfahrer oder Outdoor-Navigation. Einige basieren auf kommerziellen Daten, andere auf freiwilliger Mitarbeit von Menschen aus aller Welt.

In diesem Teil unserer Serie werfen wir einen Blick auf die Geschichte digitaler Kartendienste und stellen einige der wichtigsten Systeme vor.

Von der Papierkarte zur digitalen Weltkarte

Die ersten digitalen Karten entstanden bereits in den 1960er- und 1970er-Jahren. Damals waren sie allerdings vor allem für Militär, Forschung oder große Unternehmen gedacht. Für Privatpersonen waren digitale Karten lange Zeit kaum zugänglich.

Erst mit dem Internet änderte sich das langsam. In den 1990er-Jahren erschienen erste Online-Routenplaner. Einer der bekanntesten war der Dienst ViaMichelin, der seine Erfahrung aus Straßenkarten und Reiseplanung ins Internet brachte.

Der große Durchbruch kam allerdings in den 2000er-Jahren:

  • schnellere Internetverbindungen
  • leistungsfähigere Computer
  • Satellitennavigation im Alltag
  • Smartphones mit GPS

Besonders prägend war der Start von Google Maps im Jahr 2005. Viele Menschen erlebten damals zum ersten Mal, wie man Karten verschieben, hineinzoomen und Luftbilder betrachten konnte – direkt im Browser.

Heute sind Online-Karten weit mehr als bloße Karten: Sie zeigen Verkehrslagen, Wanderwege, Restaurants, Satellitenbilder, Höhenlinien, Fotos und teilweise sogar dreidimensionale Städte.

Google Maps

https://maps.google.at/

Google entwickelte Google Maps ursprünglich vor allem als Navigations- und Suchplattform für den Alltag.

Die große Stärke von Google Maps liegt bei:

  • Straßenverkehr
  • Adresssuche
  • Navigation mit dem Auto
  • Echtzeit-Verkehrsdaten
  • Geschäften und Öffnungszeiten
  • Satellitenbildern

Für Autofahrer ist Google Maps oft sehr komfortabel. Staus, Baustellen oder Straßensperren werden häufig schnell erkannt.

Für Wanderer gibt es allerdings auch Einschränkungen:

  • Viele Wanderwege sind unvollständig oder gar nicht eingezeichnet.
  • Wegmarkierungen fehlen oft.
  • Schwierige Steige oder alpine Wege werden manchmal schlecht dargestellt.
  • Der Fokus liegt eher auf Straßen als auf Outdoor-Navigation.

In Österreich, Deutschland und vielen anderen Ländern sind fast ausschließlich mit Fahrzeugen befahrbare Wege eingezeichnet.

Google Maps eignet sich daher hervorragend für Anreise, Städte oder Orientierung im Alltag – in Österreich, Deutschland und vielen anderen Ländern jedoch NICHT als Wanderkarten.

Bing Maps

https://maps.bing.com/

Microsoft betreibt mit Bing Maps einen ähnlichen Dienst.

Bing Maps ist besonders bekannt für:

  • Luftbilder
  • sogenannte „Bird’s-Eye“-Ansichten
  • Integration in Microsoft-Produkte

Im deutschsprachigen Raum spielt Bing Maps heute allerdings eine deutlich kleinere Rolle als Google Maps.

Interessant ist Bing dennoch, weil zahlreiche KI-Systeme und Anwendungen Daten von Microsoft-Diensten verwenden. Dadurch hat Bing indirekt oft mehr Bedeutung, als man auf den ersten Blick vermuten würde. 

Für Wanderer bietet Bing Maps ähnliche Stärken und Schwächen wie Google Maps:
gut für Straßen und Städte, weniger spezialisiert auf Outdoor-Navigation.

ViaMichelin

https://www.viamichelin.at/

ViaMichelin war einer der frühen großen Online-Routenplaner Europas.

Der Dienst stammt vom bekannten Reifenhersteller Michelin, der schon seit dem Jahr 1900 Straßenkarten und Reiseführer produziert.

ViaMichelin ist besonders stark bei:

  • Routenplanung
  • Reiseinformationen
  • Autofahrten
  • Mautkosten
  • Tankkostenberechnung

Die Kartendarstellung wirkt oft etwas klassischer als bei modernen Smartphone-Karten.

Für Wanderungen spielt ViaMichelin heute keine Nebenrolle, für längere Autofahrten kann der Dienst aber nach wie vor interessant sein.

Apple Maps

https://maps.apple.com/

Apple startete seinen Kartendienst 2012. Der Beginn verlief holprig: Fehlerhafte Karten und fehlende Daten sorgten damals weltweit für Kritik. In den vergangenen Jahren hat Apple Maps jedoch stark aufgeholt. Besonders auf iPhones ist der Dienst heute tief ins System integriert.

Stärken:

  • elegante Darstellung
  • gute Integration ins Apple-Ökosystem
  • Datenschutz
  • zunehmend bessere Fußgänger- und ÖPNV-Navigation

Im Outdoor-Bereich hängt die Qualität allerdings oft stark von der jeweiligen Region ab.

OpenStreetMap – die „Wikipedia der Karten“

https://openstreetmap.org/

Die OpenStreetMap Foundation verfolgt einen völlig anderen Ansatz. Hier erstellen Freiwillige aus aller Welt gemeinsam eine offene Weltkarte.

Jeder kann:

  • Wege ergänzen
  • Fehler korrigieren
  • neue Informationen eintragen

Dadurch entstehen oft erstaunlich detaillierte Karten – besonders bei Wanderwegen und Radwegen. In Österreich dienen auch die offiziellen behördlichen Karten Basemap und Austrian Map als Datenbasis für OpenStreetMap.

Viele Outdoor-Apps basieren heute direkt oder indirekt auf OpenStreetMap-Daten.

Vorteile:

  • oft sehr detaillierte Wanderwege
  • freie Nutzung
  • schnelle Aktualisierung durch Community
  • starke Outdoor-Orientierung

Nachteile:

  • Qualität hängt von der Mitarbeit vor Ort ab
  • manche Regionen sind besser erfasst als andere
  • Darstellung variiert je nach verwendeter App

Gerade für Wanderer ist OpenStreetMap heute jedoch eine der wichtigsten Grundlagen digitaler Karten.

Basemap

https://basemap.at/

basemap.at ist ein österreichisches Gemeinschaftsprojekt öffentlicher Stellen.

Hier arbeiten:

  • Bundesländer
  • Städte
  • Behörden
  • öffentliche Einrichtungen

zusammen, um hochwertige Grundkarten für Österreich bereitzustellen.

Die Karten wirken oft sehr sauber und präzise. Besonders interessant: Viele österreichische Behörden-Webseiten verwenden Basemap-Karten im Hintergrund.

Stärken:

  • hohe Genauigkeit
  • gute Darstellung Österreichs
  • offizielle Geodaten

Schwächen:

  • weniger internationale Funktionen
  • weniger auf Navigation ausgelegt

Austrian Map des BEV (AMap)

https://maps.bev.gv.at/

Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen betreibt mit der Austrian Map einen der genauesten Kartendienste Österreichs.

Die Karten basieren auf amtlichen Vermessungsdaten und sind besonders beliebt bei:

  • Wanderern
  • Bergsportlern
  • Outdoor-Fans
  • Geografie-Interessierten

Große Vorteile:

  • sehr präzise topografische Karten
  • Höhenlinien
  • Geländeformen
  • exakte Darstellung von Wegen und Landschaft

Die Austrian Map ist weniger eine klassische „Alltagskarte“, sondern eher eine moderne digitale Version hochwertiger topografischer Karten.

Wer sich intensiv mit Orientierung beschäftigt, sollte diesen Dienst unbedingt kennen.

Mapy.com

https://mapy.com/

Die tschechische Suchmaschine Seznam.cz betreibt mit Mapy.com einen Kartendienst, der besonders unter Wanderern und Outdoor-Fans viele Freunde gewonnen hat.

Der Dienst stammt ursprünglich aus Tschechien und war lange unter dem Namen „Mapy.cz“ bekannt.

Besonders stark ist Mapy.com bei:

  • Wanderwegen
  • Radwegen
  • Outdoor-Navigation
  • Höhenprofilen
  • Offline-Karten

Viele Nutzer schätzen:

  • die übersichtliche Darstellung
  • die gute Wanderwegmarkierung
  • die starke Outdoor-Orientierung

Gerade in Mitteleuropa liefert Mapy.com oft erstaunlich gute Ergebnisse für Wanderungen.

Darüber hinaus kann man von Mapy.com von jedem beliebigen Punkt aus Routenvorschläge erstellen lassen, wie das funktioniert habe ich hier erklärt.

Warum unterschiedliche Karten sinnvoll sind

Kein Kartendienst ist in allen Bereichen perfekt.

Eine gute Strategie ist oft:

  • Google Maps, Bing Maps, Apple Maps und ViaMichelin für Anreise und Alltag
  • OpenStreetMap und Mapy.com für Wanderungen und Radtouren
  • Austrian Map und Basemap für präzise Österreich-Daten

Wer sich ernsthaft mit Orientierung beschäftigt, sollte lernen, verschiedene Kartentypen zu vergleichen.

Bleib dran!

Damit Du zum Orientierungs-Profi wirst, musst Du jetzt unbedingt dranbleiben!

Keine Sorge, auch dabei helfe ich Dir! Damit Du Dir nicht jeden Sonntag einen eigenen Wecker dafür stellen musst, erinnere ich Dich:

Alle bisherigen Folgen findest Du hier!

Hinweis: Das Bild in diesem Artikel wurden mit Generativer Künstlicher Intelligenz (KI) generiert und dienen rein illustrativen Zwecken.