Ich möchte Dich zum Orientierungs-Profi machen, damit Du Dich bei Deinen Wanderungen immer gut zurechtfindest. Das ganze natürlich nicht mit einem einzelnen Artikel oder Video, sondern Schritt für Schritt über die nächsten Monate!

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Wer Karten nutzt – ob am Smartphone oder auf Papier – verlässt sich darauf, dass die dargestellte Welt „stimmt“. Doch Karten sind immer nur ein Abbild der Realität. Und dieses Abbild kann täuschen.

Ein besonders bekanntes Beispiel dafür ist die Mercator-Projektion.

Was ist die Mercator-Projektion?

Die Mercator-Projektion wurde 1569 vom Kartografen Gerardus Mercator (eigentlich Gheert Cremer) entwickelt.

Die Grundidee: Die gekrümmte Oberfläche der Erde wird so auf eine ebene Karte übertragen, dass Winkel korrekt dargestellt werden.

Das klingt abstrakt, hat aber einen entscheidenden Vorteil: Kompassrichtungen bleiben erhalten.

Eine gerade Linie auf der Karte entspricht einer konstanten Himmelsrichtung – ein riesiger Vorteil für die Navigation, vor allem in der Seefahrt.

Mercator Weltkarte aus dem Jahr 1569.

Mercator-Weltkarte aus dem Jahr 1569 (gemeinfrei)

Warum diese Projektion so wichtig war

Zur Zeit der großen Entdeckungsreisen war das ein Durchbruch. Seefahrer konnten erstmals Kurse als gerade Linien in Karten einzeichnen und ihnen zuverlässig folgen.

Deshalb wurde die Mercator-Projektion über Jahrhunderte zum Standard für:

  • Seekarten
  • Navigation
  • später auch viele Weltkarten

Und bis heute basiert z. B. Google Maps im Kern auf einer Variante davon (Web Mercator).

Der große Haken: Verzerrte Größen

Die Mercator-Projektion hat allerdings einen entscheidenden Nachteil: Flächen werden stark verzerrt – vor allem in Richtung der Pole.

Je weiter man sich vom Äquator entfernt, desto größer erscheinen Länder auf der Karte.

Ein paar typische Beispiele:

  • Grönland wirkt riesig – ist aber in Wirklichkeit viel kleiner als Afrika
  • Europa erscheint größer, als es tatsächlich ist
  • Regionen nahe dem Äquator wirken vergleichsweise klein

Der Grund: Um Winkel korrekt darzustellen, müssen Flächen „gedehnt“ werden.

Zwei jeweils ca. 1.500 km lange Strecken - eine in Grönland, eine in Mitteleuropa

Beispiel: sowohl die Strecke in Grönland als auch die Strecke in Mitteleuropa sind ca. 1.500 km lang.

Moderne Karten: Kompromisse statt Perfektion

Heute gibt es viele alternative Projektionen, die versuchen, Verzerrungen besser auszugleichen. Manche stellen Flächen korrekt dar, andere Entfernungen oder Richtungen.

Aber: Eine perfekte Karte gibt es nicht.

Man kann immer nur einen Aspekt korrekt abbilden – nie alle gleichzeitig.

Deine Aufgabe: 

Gehe auf OpenStreetMap und lasse Dier die Welt in Zoomstufe 2 anzeigen. Das ist der Wert, der in der Adresszeile des Browsers gleich nach #map= folgt. https://www.openstreetmap.org/#map=2/ ist also Zoomstufe 2, https://www.openstreetmap.org/#map=3/ wäre Zoomstufe 3 etc.

Vergleiche zum Beispiel Grönland mit Afrika. 

Gehe nun auf Zoomstufe 5 oder eine noch größere Zoomstufe. Ziehe jetzt die Karte auf Grönland und sieh dir links unten den Maßstab an (z.B. 100 km). Ziehe dann die Karte auf Afrika und schau Dir jetzt links unten den Maßstab an.

Bleib dran!

Damit Du zum Orientierungs-Profi wirst, musst Du jetzt unbedingt dranbleiben!

Keine Sorge, auch dabei helfe ich Dir! Damit Du Dir nicht jeden Sonntag einen eigenen Wecker dafür stellen musst, erinnere ich Dich:

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Hinweis: Das Titelfoto in diesem Artikel wurden mit Generativer Künstlicher Intelligenz (KI) generiert und dient rein illustrativen Zwecken.