Wandern während des 2. Lockdowns

 

Foto: Dame mit Maske: Pille-Riin Priske on Unsplash; Hintergrundfoto: Stephan Schmatz

 

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel gibt nur einige Tipps für das Wandern und stellt weder Rechtsberatung noch Gesundheitsberatung dar. Für derartige Informationen besuche bitte die Sonderwebsite der Österreichischen Bundesregierung. Alle Angaben sind ohne Gewähr!

 

Jetzt ist es leider soweit: Die befürchtete 2. Welle hat uns erfasst, und in Österreich wurde der 2. Lockdown verordnet. Im Gegensatz zu anderen Ländern bleibt in Österreich jedoch nach derzeitigem Stand (16.11.2020) der Aufenthalt im Freien zur „körperlichen und psychischen Erholung“ erlaubt.

Dennoch sollten wir einiges beachten, wenn wir während des 2. Lockdowns Wandern gehen, zumal wir jetzt zusätzlich mit den Risiken des Spätherbsts umgehen müssen.

Schone die Ressourcen der Krankenhäuser und Einsatzkräfte

Vergessen wir nicht: Der 2. Lockdown ist – wie auch der erste – absolut notwendig, um sicherzustellen, dass jede/r, die/der es benötigt, auch ein Bett im Krankenhaus, insbesondere in der Intensivstation bekommt – egal ob er/sie an Corona erkrankt oder verunfallt. Daher gilt natürlich auch beim Wandern: Unfallrisiko minimieren.

Tipps dazu:

  1. Gehe keine riskanten Wege!
    Beschränke Deine Wanderung lieber auf solche, die über asphaltierte Straßen und/oder gut befestigte Feldwege führen. Steile Wege, Klettersteige oder gar Klettertouren solltest Du auf später verschieben, zumal das wohl auch nicht mehr wirklich unter „Erholung“ fällt. Ganz unten findest Du einige Vorschläge für Wanderwege, die über wenig riskante Wege führen.
  2. Keine Wanderungen auf vereisten Wegen!
    Auf vereisten Wegen können selbst die fittesten und geschicktesten Menschen leicht ausrutschen und sich verletzten. Beachte, dass nicht geräumte Wege, vor allem an sonnenabgewandten Stellen, auch dann noch vereist sein können, wenn andernorts schon längst wieder Plusgrade herrschen.
  3. Achte auf Deine Leistungsfähigkeit!
    Wähle Routen, die von der Weglänge und der Steigung Deinen üblichen Wegen entsprechen. Wenn Du sonst nur in der Ebene spazieren gehst, ist jetzt definitiv nicht der richtige Zeitpunkt, um stundenlang bergauf zu gehen, selbst wenn es sich um schön asphaltierte Wege handelt.
  4. Achte auf gute Ausrüstung!
    Auf Asphaltstraßen kann es ziemlich rutschig sein, vor allem, wenn Du mit schlechtem Schuhwerk unterwegs bist. Wenn Du Handschuhe mithast, kannst Du Dich auch bei kalten Temperaturen ordentlich an Geländern festhalten. Auch eine Taschenlampe sollte unbedingt mit ins Gepäck.
  5. Plane Deine Wege ordentlich!
    Wenn Du Dich verläufst oder gar umkehren musst, verlierst Du schnell viel Zeit und die Dunkelheit kommt im Herbst schneller als Dir lieb ist. Tipp: Plane Deine Wege mit Apps und Online-Diensten wie z.B. bergfex und plane bei Dir unbekannten Wegen unbedingt ein ordentliches Zeitpolster ein! Verwende auch unterwegs eine Navigations-App, denn bei Nebel und Hochnebel kann man schnell einmal die Orientierung verlieren. Die lokale Sonnenuntergangszeit kannst Du über https://www.sonnenverlauf.de/ ansehen. Beachte dabei, dass es in engen Tälern schon viel früher dunkel werden kann! Auch den Wetterbericht solltest Du beachten. Droht gefrierender Regen oder Nebel solltest Du lieber zu Hause bleiben!
  6. Vermeide lange Anfahrten!
    Auch Autofahrten sind natürlich mit einem gewissen Risiko verbunden und wie wir wissen, ist Autofahren besonders im Herbst sehr riskant. Wandere lieber in Deinem Wohnort und der näheren Umgebung!

Minimiere Dein Ansteckungsrisiko!

Natürlich lauern auch beim Wandern Ansteckungsmöglichkeiten.

  1. Halte Dich an die Bestimmungen bzgl. Zusammentreffen!
    Wanderungen in der großen Gruppe sind natürlich ein absolutes Tabu. Wandere allein, mit anderen Haushaltsangehörigen oder mit jenen Personen, die Du lt. Verordnung treffen darfst.
  2. Halte Abstand!
    Halte beim Wandern entsprechenden Abstand von anderen Menschen. Wenn Du mit der Familie unterwegs bist achte darauf, dass Ihr nicht immer die gesamte Straßenbreite in Anspruch nehmt und geht lieber im Gänsemarsch, wenn Euch andere Menschen entgegenkommen.
  3. Vermeide überfüllte Wege!
    In der Lockdown-Zeit ist es definitiv keine gute Idee, dort zu gehen, wo alle gehen.
  4. Vermeide enge Wege!
    Enge Waldwege, auf denen das Einhalten des Sicherheitsabstands nicht möglich ist, solltest Du meiden.
  5. Nimm Schutzausrüstung mit!
    Auch wenn Du planst, den gesamten Weg zu Fuß zu gehen kann es zu Situationen kommen, in denen Du besser eine Maske aufsetzt, zum Beispiel wenn Du wider Erwarten auf größere Menschenansammlungen triffst, doch einen Bus oder ein Taxi nehmen musst und so weiter. Auch ein kleines Fläschchen Desinfektionsmittel im Rucksack kann nicht schaden.
  6. Vermeide öffentliche Verkehrsmittel!
    Natürlich sind Öffis für die Umwelt besser, bergen aber auch ein gewisses Ansteckungsrisiko, besonders natürlich zu Stoßzeiten. Bitte beachte auch, dass die anderen Öffi-Benutzer*innen im Gegensatz zu Dir vielleicht nicht freiwillig mit diesen unterwegs sind, sondern weil sie zur Arbeit müssen. Wähle lieber Wege in Deinem Ort oder der näheren Umgebung!

Beachte die Besonderheiten des Lockdowns

Auch der Lockdown an sich hat so seine Tücken, mit der Du beim Wandern konfrontiert bist.

  1. Nimm Dir ausreichend zum Trinken mit!
    Gasthäuser, Schutzhütten, Heurigen und so weiter haben jetzt geschlossen. Nimm Dir also immer ausreichend zum Trinken mit. Auch ein paar Stück Traubenzucker und ein Müesliriegel im Rucksack können nicht schaden.
  2. Vergiss auch das Tabuthema Toilettengang nicht!
    Eben einmal schnell in die Gasthaustoilette gehen, ist derzeit nicht möglich. Blattlose Bäume und abgeerntete Felder bieten auch wenig Sichtschutz. Wie Du persönlich damit umgehst, wirst Du selbst am besten wissen. Auch zum Händewaschen gibt es jetzt weniger Gelegenheiten, zumal auch viele Brunnen jetzt abgeschaltet sind. Ein paar Reinigungstücher und Taschentücher sollten jetzt im Rucksack genauso mit wie ein Plastiksackerl, um benutzte Tücher wieder mit nach Hause zu nehmen.
  3. Nimm Dir Geld für’s Taxi mit!
    Autostopper*innen wird in der derzeitigen Situation wohl kaum jemand mitnehmen. Achte also darauf, ausreichend Geld für ein Taxi mitzunehmen für den Fall, dass Du doch länger brauchst als geplant und nicht mehr den ganzen Weg zu Fuß schaffst.

 

Hier noch ein paar relativ gefahrlose Wanderungen:

Die 3-Brücken-Runde bei Krems

Die 3-Brücken-Runde bei Krems

Die 3-Brücken-Runde bei Krems ist eine beliebte, etwa 10 Kilometer lange Laufstrecke, die sich aber auch für Nordic Walking und längere Spaziergänge perfekt eignet.

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